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Prof. Horst Hahn - Effiziente Batterien für Elektroautos

Prof. Horst Hahn - Effiziente Batterien für Elektroautos
Autor:

Prof. Horst Hahn

Quelle:

KIT-Zentrum NanoMikro

NanoMikro, Elektromobilität, Energie, Materialwissenschaften

Batterien für Elektroautos

Als Sprecher des KIT Zentrums NanoMikro, geschäftsführender Direktor des Instituts für Nanotechnologie und Gründungsdirektor des Helmholtz-Institus für Elektrochemische Energiespeicherung (HIU) ist der KIT-Forscher ausgewiesener Experte für Batterieforschung.

Effiziente Batterien für Elektroautos

Prof. Horst Hahn, INT
Prof. Horst Hahn, INT

In einem Interview erläutert Prof. Horst Hahn Potenziale und Trends bei den Nanomateralien.

 

Nanotechnologie kann wesentlich zu einer nachhaltigen Energieversorgung beitragen. So ermöglichen neue nanostrukturierte Materialien es, effizientere Energiespeicher zu entwickeln. Hochleistungsfähige Batterien wiederum sind unabdingbar dafür, dass Elektroautos wirtschaftlich fahren und die Elektromobilität eine bedeutende Rolle im Individualverkehr erlangt. Zwar sind bei Lithium-Ionen-Batterien bereits erhebliche Fortschritte zu verzeichnen. Aber bis jetzt reicht die in 100 Kilogramm gespeicherte Energie der besten Batterien nur für rund 100 Kilometer Fahrt mit einem Elektroauto. „Neue nanoskalige Materialien werden Zellen mit erhöhter Energiedichte und Leistungsdichte ermöglichen“, erklärt Professor Horst Hahn, wissenschaftlicher Sprecher des KIT-Zentrums NanoMikro.

Die Energiedichte entscheidet über die Reichweite einer Batterie bei einer bestimmten Größe oder einem bestimmten Gewicht. Die Leistungsdichte legt fest, wie schnell eine Batterie Energie aufnehmen und abgeben kann; damit bestimmt sie auch das Beschleunigungsvermögen des Fahrzeugs. Weitere wichtige Batterieeigenschaften sind Zuverlässigkeit und Zyklenfestigkeit, das heißt die Zahl der möglichen Auf- und Entladevorgänge. An der Entwicklung neuer Materialien, die diese Eigenschaften verbessern, arbeitet der am KIT von Horst Hahn koordinierte „Verbund Süd der Initiative Elektrochemie für Elektromobilität“. Neben Batteriematerialien geht es auch um elektrochemische Querschnittsthemen, wie Grenzflächenphänomene und Ladungstransport. Dem Konsortium gehören ausgewählte Universitäten und Forschungseinrichtungen mit herausragenden Kompetenzen in der Elektrochemie an. Sie verbinden Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Arbeit, damit sich die wissenschaftlichen Ergebnisse zügig in Produkte umsetzen lassen.

„Wir haben es geschafft, innerhalb kürzester Zeit einen schlagkräftigen Forschungsverbund aus Partnern mit langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet zusammenzustellen. Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Nun geht es daran, gemeinsam an den großen Aufgaben zu arbeiten“, sagt Professor Hahn. Neben dem KIT gehören die Technische Universität Bergakademie Freiberg, die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Technische Universität Darmstadt und die Universität Ulm sowie das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden, das Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg in Ulm dem Verbund an. Das Bundesforschungsministerium fördert das Konsortium mit 25 Millionen Euro. Ziel ist, die Elektrochemieforschung in Deutschland zu stärken und wieder an die internationale Spitze zu bringen. Neben der Netzwerkbildung für den Aufbau von Kompetenzen widmet der Verbund sich auch der gezielten Nachwuchsförderung für die Wachstumsbranche Batterie- und Zellindustrie.

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Die Abteilung Presse stellt gerne den Kontakt zwischen Journalisten und Prof. Horst Hahn her.

 

Fotonachweis:
Foto Forscherin: Sandra Göttisheim, KIT
Foto Prof. Horst Hahn: Sandra Göttisheim, KIT