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Bauprojekte optimieren - Prof. Shervin Haghsheno

Bauprojekte optimieren - Prof. Shervin Haghsheno
   

Wie sich Projekte im Bauwesen durch optimierte Organisation und Prozesse von Beginn an so strukturieren lassen, dass sie ihre Ziele möglichst gut erreichen, ist ein Forschungsschwerpunkt des Institutsleiters. Der promovierte Bauingenieur und Wirtschaftswissenschaftler befasst sich unter anderem mit Bauorganisation, Bauprozessmanagement und Konfliktmanagement in der Bauabwicklung.

Optimierung von Bauprojekten

Portrait Prof. Shervin Haghsheno
Prof. Shervin Haghsheno, TMB

Um Bauvorhaben erfolgreich zu managen, müssen zahlreiche Informationen zur Termin-, Kosten- und Qualitätsplanung sowie deren Steuerung an eine Vielzahl von Beteiligten fließen. „Bei schlüsselfertig erstellten Bauten können zwischen 50 und 100 Gewerke beteiligt sein, deren technische und vertragliche Schnittstellen koordiniert werden müssen“, betont Haghsheno. Wenn Bauzeitverzögerungen oder erhöhte Kosten auftreten, liege dies zumeist an einer unzureichenden Projektorganisation. Eine der häufigsten Ursachen sei, dass die Vorgaben und Bedürfnisse des Bau-Auftraggebers in der Frühphase nicht korrekt kommuniziert würden, so der Experte. Kommunikation und Kooperation spielen deshalb eine wesentliche Rolle in seinem Forschungsschwerpunkt Lean Management im Bauwesen, in dessen Mittelpunkt die Verbesserung der Prozesse in der Planung und Ausführung von Bauprojekten steht.

„Man kann ein Projekt noch so gut planen, es wird immer strittige Punkte geben, sei es in der Planungs- oder in der Ausführungsphase; die Frage wie man mit den daraus entstehenden Konflikten umgeht, ist ein spannendes Forschungsfeld“, sagt Haghsheno. So könnten partnerschaftliche Elemente wie Team Building und projektbezogene Anreizsysteme dazu beitragen, die Zusammenarbeit und Kommunikation der vielen Akteure rund um ein Bauprojekt zu verbessern. Durch festgelegte interne Konfliktlösungsstufen lasse sich erreichen, dass Beteiligte auf unteren Ebenen schneller Entscheidungen zur Lösung eines Problems treffen. Finde sich auf diesen Wegen keine Klärung, dann böten Mediation, Schlichtung und Adjudikationsverfahren mögliche Instrumentarien, um Streitigkeiten mit Hilfe eines unabhängigen Dritten beizulegen, ohne den Baufortgang durch einen langwierigen Gerichtsprozess zu beeinträchtigen. „Es geht immer um Ressourcen-Effizienz im Sinne des Unternehmens und des Auftraggebers, im Falle der öffentlichen Hand um Steuergelder“, betont der Wissenschaftler. Haghsheno, der in seiner „hochgradig interdisziplinären“ Forschung das System Baustelle als Ganzes betrachtet, arbeitete vor seiner KIT-Professur zehn Jahre in der Bauindustrie, unter anderem war er fünf Jahre lang in der Geschäftsführung eines Teilkonzerns der Bilfinger-Gruppe für die Hochbau-Aktivitäten in Deutschland verantwortlich. Als Mitglied des Arbeitskreises „Partnerschaftliche Zusammenarbeit“ berät der Experte aktuell die „Reformkommission Großprojekte“ im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

afr

 

Der Presseservice des KIT stellt gern Kontakt zwischen Journalisten und Prof. Shervin Haghsheno her.

 

Fotonachweis:
Foto Großbaustelle: TMB, KIT
Foto Prof. Shervin Haghsheno: TMB, KIT