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Prof. Armin Grunwald - Nachhaltigkeit

Prof. Armin Grunwald - Nachhaltigkeit
Autor:

Prof. Armin Grunwald

Quelle:

KIT-Zentrum Mensch und Technik

Biologie und Chemie, Energie, Klima und Umwelt

Nachhaltigkeit

Die Erforschung der Nachhaltigkeit bezieht sich auf die Suche nach einem Zivilisationsmodell, das der Verantwortung gegenüber allen heute lebenden Menschen ebenso wie gegenüber künftigen Generationen gerecht wird. Mit den Wechselwirkungen zwischen technischem Fortschritt, gesellschaftlicher Entwicklung, kulturellem Wandel und Nachhaltigkeit befassen sich Forscher am ITAS.

Nachhaltigkeit – was heißt das?

Prof. Armin Grunwald, Foto: KIT
Prof. Armin Grunwald, ITAS und TAB

 

Die Weltbevölkerung wächst, immer mehr Menschen leben in Städten, Produktion und Konsum nehmen rasant zu – dadurch steigt der Verbrauch begrenzter Ressourcen, und der Nutzen ökologischer Systeme für den Menschen, wie die Bereitstellung von sauberem Wasser oder frischer Luft, wird beeinträchtigt. Dies sind wesentliche Anzeichen einer nicht nachhaltigen Entwicklung. Lässt sich diese Entwicklung umkehren? Das Leitbild „Nachhaltigkeit“ bezieht sich auf die Suche nach einem Zivilisationsmodell, das der Verantwortung gegenüber allen heute lebenden Menschen ebenso wie gegenüber künftigen Generationen gerecht wird. Um eine nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen, bedarf es erheblicher Anstrengungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Mit den Wechselwirkungen zwischen technischem Fortschritt, gesellschaftlicher Entwicklung, kulturellem Wandel und Nachhaltigkeit befassen sich Forscher am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT. „Technik für sich genommen fördert weder Nachhaltigkeit noch behindert sie diese“, erklärt Professor Armin Grunwald, Leiter des ITAS. „Vielmehr müssen Nachhaltigkeitsbewertungen stets die Menschen als Technikgestalter und Techniknutzer einbeziehen.“ Die Wissenschaftler am ITAS untersuchen Schlüsselbereiche wie beispielsweise Flächennutzung, Wasserversorgung und -entsorgung, Rohstoffproduktivität und Energiesysteme. Räumlich beziehen sie sich auf Städte sowie ländliche Gebiete auf lokaler, regionaler, nationaler und auch globaler Ebene. Das ITAS hat federführend das Integrative Konzept nachhaltiger Entwicklung der Helmholtz-Gemeinschaft entwickelt, das ökologische, ökonomische, soziale und institutionelle Aspekte umfasst.

„Nachhaltigkeit inhaltlich zu formulieren und umzusetzen ist eine öffentliche Aufgabe“, betont Armin Grunwald. Dass einzelne Privatpersonen sich ökologisch bewusst verhalten, genügt seiner Auffassung nach nicht. „Denn zwischen individuellem Handeln und den Folgen wirken komplexe technisch-ökonomische Mechanismen.“ Professor Grunwald ist einer der Sprecher der Helmholtz-Allianz „Zukünftige Infrastrukturen der Energieversorgung – Auf dem Weg zu Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit“: Natur- und Ingenieurwissenschaftler untersuchen gemeinsam mit Psychologen, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern, Systemtheoretikern und Geisteswissenschaftlern die Bedingungen für die Energiewende in Deutschland. Sie erforschen die Schnittstellen zwischen Technik, Planung und Verbraucherverhalten, wobei sie vor allem die Seite des Nutzers betrachten. Denn neuartige Energieinfrastrukturen, wie beispielsweise intelligente Stromnetze, verlangen Verständigung und flexibles Verhalten. Professor Grunwald leitet auch das vom ITAS betriebene Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), welches das Parlament und seine Ausschüsse in Fragen des wissenschaftlich-technischen Wandels berät. Das TAB arbeitet aktuelle Themen wissenschaftlich fundiert, verständlich und ausgewogen auf. Überdies berät das ITAS auch das Europäische Parlament.

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Die Abteilung Presse des KIT stellt gerne den Kontakt zwischen Journalisten und Prof. Armin Grunwald her.

 

Fotonachweis:
Foto Ginko: Gabi Zachmann, KIT
Portrait Prof. Armin Grunwald: Lilith Paul, KIT

 

Weitere Informationen: 

Audio-Interview (7:48 min) mit Prof. Armin Grunwald zur Energiewende: