english  | Home | Impressum | Datenschutz | Sitemap | KIT
Portrait Monika Landgraf
Leiterin Gesamt-kommunikation, Pressesprecherin
Monika Landgraf

Tel: +49 721 608-21150
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail

Margarete Lehné
Stellvertretende Pressesprecherin
Margarete Lehné

Tel: +49 721 608-21157
E-Mail

Informationen zum KIT

Homepage des KIT

Flyer "Daten, Zahlen, Fakten"

Das KIT auf Facebook und Twitter:

 

Humanoide Roboter - Prof. Tamim Asfour

Humanoide Roboter - Prof. Tamim Asfour
   

Der Leiter des Lehrstuhls für Hochperformante Humanoide Technologien erforscht und entwickelt humanoide Roboter, die aus der Beobachtung des Menschen und aus eigener Erfahrung lernen,  um vielseitige Aufgaben in menschzentrierten Umgebungen auszuführen. (Foto: Wolfgang Schaible, KIT)

Humanoide Robotersysteme

Prof.  Tamim Asfour (Foto: Markus Breig, KIT)
Prof. Tamim Asfour, IAR

„Robotik ist eine zukunftsweisende Schlüsseltechnologie, die zur Lösung großer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen und zur Verbesserung der Lebensqualität des Menschen in jeglicher Hinsicht wesentliche Beiträge leisten wird“, sagt Tamim Asfour. In der Industrie gehören Roboter längst zum Alltag und werden dort die Arbeitswelt weiterhin verändern. In Zukunft werden sie nicht nur in den Produktionshallen  anzutreffen sein, sondern in vielen Bereichen unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Roboter werden im Haushalt, in öffentlichen Bereichen, bei der Raumfahrt und bei Katastrophenszenarien unterstützen.

Ziel von Asfour und seinem Team ist es, hochperformante – also äußerst leistungsfähige – humanoide Robotersysteme für menschzentrierte Umgebungen zu schaffen, die sich an neue Situationen anpassen, die Konsequenzen von Aktionen verstehen und mit Menschen sicher und natürlich interagieren.  Die Schwerpunkte der Forschung umfassen die  mathematische Modellierung und mechatronische Realisierung humanoider Roboter, welche die grundlegende Fähigkeit des Greifens und Manipulierens von Objekten basierend auf visueller und haptischer Information besitzen.

Von besonderer Wichtigkeit ist die Frage, wie diese Roboter intuitiv programmiert werden können.  Die Forscher am KIT verfolgen das Paradigma des „Programmierens durch Vormachen“, bei dem ein Roboter durch Beobachtung des Menschen und aus eigener sensomotorischer Erfahrung Fertigkeiten und Handlungswissen lernt und das Gelernte an neue Situationen anpasst. „Unser Ziel ist, ein Bewegungsalphabet für die Roboterprogrammierung zu entwickeln, dessen Elemente gelernte Fertigkeiten darstellen, die Bindungen von Aktionen und Objekten beschreiben und mit semantischer und syntaktischer Regeln zu komplexen Handlungen zusammengesetzt werden können“, erläutert Asfour.

Die Mechano-Informatik als synergetische Integration von Methoden der Mechatronik, Informatik und künstlichen Intelligenz und die Anthropomatik als die Symbiose von Mensch und Maschine sind das Leitbild der Forschung in seiner Gruppe.

Aktuell erforschen wir humanoide Roboter, die man de facto wie Kleidung anziehen kann, um motorische und sensorische Fertigkeiten des Menschen zu augmentieren, also zu verstärken oder erweitern. 

Solche individuell an Menschen und deren Bedürfnissen ausgerichtete, personalisierte Roboteranzüge zur Augmentierung und/oder Kompensation sensomotorischer Fertigkeiten werden entscheidend zum Verstärken und Erweitern menschlicher Fähigkeiten beitragen, sowohl in beruflicher als auch in privater Umgebung. So können sie zum Beispiel Arbeiter bei der manuellen Montage in Produktionsanlagen entlasten und ein länger selbstbestimmtes Leben im Alter unterstützen. Sie werden in der Zukunft wesentlicher Bestandteil moderner personalisierter Rehabilitationsmethoden bei Verletzungen des Bewegungsapparats sowie integraler Bestandteil der Ausrüstung von Rettungsdiensten bei Katastrophenszenarien sein.

Dem Potenzial der Robotik sind keine Grenzen gesetzt. „Bald könnten miniaturisierte Roboter durch unseren Kreislauf schwimmen, um unseren Körper kontinuierlich zu inspizieren und drohende Veränderungen zu entdecken“, so Asfour. Der Experte entwickelt seit 1998 die humanoide Roboterfamilie ARMAR am KIT und ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Robotik (DGR). 

afr

 

Der Presseservice des KIT stellt gern Kontakt zwischen Journalisten und Prof. Tamim Asfour her.

 

Fotonachweis:
Foto Armar: Wolfgang Schaible, KIT
Foto Prof. Tamim Asfour: Markus Breig, KIT