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Tropische Wirbelstürme - Prof. Peter Knippertz

Tropische Wirbelstürme - Prof. Peter Knippertz
   

Der Experte für tropische Meteorologie und Klimatologie erwartet weltweit künftig häufiger besonders starke tropische Wirbelstürme der höchsten Kategorien.

Folgen des Klimawandels

Portrait Prof. Peter Knippertz
Prof. Peter Knippertz, IMK

Wenn Hurrikane, Taifune oder Zyklonen, die sich über den warmen Wassermassen der tropischen Ozeane entwickeln, auf Land treffen, sorgen sie immer wieder für Zerstörung, Überschwemmungen, Obdachlosigkeit und Todesopfer. Manche Studien zeigen, dass künftig bis zu einem Drittel weniger dieser tropischen Wirbelstürme auftreten könnten, da einzelne Systeme größer und stärker werden und damit Energie effizienter transportieren, so Professor Peter Knippertz, der Leiter der Arbeitsgruppe Atmosphärische Dynamik am Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Department Troposphärenforschung des KIT.

Der Experte beschäftigt sich unter anderem mit den Umgebungsbedingungen für das Entstehen tropischer Zyklone und ihrer Variabilität. Auch wenn die Anzahl tropischer Wirbelstürme in Zukunft sinken könnte, so würden zugleich die Starkniederschläge und Winde um das Sturmzentrum zunehmen, prognostiziert Knippertz und betont: „Es ist zu erwarten, dass es einen Anstieg von Stürmen der höchsten Kategorien vier und fünf geben wird.“ Die Windgeschwindigkeit dieser starken Stürme kann weit über 200 Kilometer in der Stunde betragen, ihre Auswirkungen sind daher besonders groß: Etwa 80 Prozent der Schäden werden durch ihre verheerende Kraft verursacht. „In einer wärmeren Welt steht über den Ozeanen mehr Wasserdampf zur Verfügung, dessen Energie bei der Entstehung extremer Winde eine wesentliche Rolle spielt“, erläutert der Meteorologe, der damit auf die Folgen des Klimawandels für die Entstehungsprozesse tropischer Wirbelstürme verweist. Knippertz untersucht außerdem außertropische Wirbelstürme in Europa, die tropensturmähnliche Charakteristika aufweisen und je nach Lokalität Biscanes oder Medicanes genannt werden.

Neben der tropischen Meteorologie gehören auch tropisch-extratropische Wechselwirkungen, Monsune, Gewitterbildung, Staubstürme und Starkniederschläge zu den Forschungsschwerpunkten des Experten. Knippertz ist Co-Sprecher des Transregio-SBFs „Waves to Weather“, der sich mit den Grenzen der Vorhersagbarkeit von Wetter beschäftigt und sich die Erforschung der physikalisch bestmöglichen Wettervorhersage zum Ziel gesetzt hat.

afr, tsc

 

 

Der Presseservice des KIT stellt gern Kontakt zwischen Journalisten und Prof. Peter Knippertz her.

Fotonachweis:
Foto Hurricane: Emilia Maria Kühn, National Oceanic and Atmospheric Administration
Foto Prof. Peter Knippertz: KIT