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Markt und Moral

Markt und Moral
author:

Margarete Lehné, Sarah Werner

source:

KIT - Presse

Date: 18.02.2015

Beim Einkaufen haben Verbraucher die Wahl: Nehmen sie Fleisch von Tieren aus der Massenhaltung oder vom Bio-Bauernhof? Kaufen sie das Billig-T-Shirt, das unter zweifelhaften Arbeitsbedingungen hergestellt wurde, oder ein fair hergestelltes und gehandeltes? Wie Mechanismen des wirtschaftlichen Markts diese Entscheidung beeinflussen, erforscht Nora Szech am Lehrstuhl für Politische Ökonomie des KIT. „Gütesiegel und Informationen über die Produktionsbedingungen sind alleine nicht immer auszureichend, um das Kaufverhalten zu verändern“, erklärt sie. Zusätzlich scheint es einen Zusammenhang zwischen Markt und Moral zu geben: „In der Gruppe hat der Einzelne das Gefühl, Schuld und Verantwortung zu teilen“, sagt Szech. „Menschen schieben ihre moralischen Bedenken leichter beiseite, wenn sie sehen, dass andere zu Produkten greifen, die eigentlich nicht ihren ethischen Standards entsprechen.“ In Experimenten zum Verhalten auf dem Markt stellt die Ökonomin die Probanden vor die Wahl: Sie müssen zwischen Eigennutz in Form eines Geldbetrags und dem Wohl von Tieren abwägen. So entscheiden sie beispielsweise, ob konkrete Hühner auf einem Bauernhof in Freilandhaltung oder in der kostengünstigeren Massentierhaltung leben sollen. Dabei hat Szech Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen beobachtet: So hielten Frauen in der Regel stärker an ihren moralischen Werten fest. Auch andere persönliche Merkmale, wie Intelligenz und politische Gesinnung helfen, moralisch zu handeln. Dabei mache es keinen Unterschied, ob es um Menschen oder Tiere geht: „In unseren Studien sehen wir einen starken Zusammenhang zwischen Moralgefühl gegenüber Menschen und dem Wunsch, Nutztieren ein besseres Leben zu ermöglichen“, so Szech.

„KITcar“ belegt den dritten Platz beim Carolo-Cup 2015

„Mrs. Furious“ – so hieß das Modellauto, mit dem die Hochschulgruppe „KITcar“ den dritten Platz des Carolo-Cups 2015 belegte. Bei diesem Wettbewerb entwickelten und bauten Studierenden-Teams aus Deutschland, Schweden und Russland autonome Modellfahrzeuge mit dem Maßstab 1:10. Diese mussten durch eingebaute Kameras und Sensoren drei Disziplinen selbständig meistern: Sie sollten parallel einparken, einen Rundkurs durchfahren und einen Parcours mit Hindernissen absolvieren. Die Hindernisse stellten reale Situationen im Straßenverkehr dar, denen die Autos ausweichen und dabei Verkehrsregeln beachten mussten. Das KITcar-Team überzeugte als Dritter und erhielt dafür ein Preisgeld von 2000 Euro: „Wir haben uns auf die basics konzentriert und beim Start auf Sicherheit gesetzt, nicht Schnelligkeit. Das hat sich ausgezahlt“, so Teamleiter Piotr Orzechowski. Das KIT nahm in diesem Jahr zum ersten Mal am Carolo-Cup teil, den die Technische Universität Braunschweig seit 2008 jährlich veranstaltet.