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Wilder Wein wehrt sich gegen Schädlinge

Wilder Wein wehrt sich gegen Schädlinge
author: Saskia Kutscheidt
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KIT-Abteilung Presse

Date: 01.09.2011

Fachübergreifende Chemie

Um Chemie als zentrale Disziplin, verknüpft mit Anwendungen und Zielen aus der chemischen Biologie und chemischen Physik, geht es in den Projekten der Arbeitsgruppe von Professor Hans-Achim Wagenknecht. Dieser bekleidet den Lehrstuhl II am Institut für Organische Chemie (IOC) des KIT. Achim Wagenknecht, studierte Chemie an der Universität Freiburg und promovierte an der Universität Basel zum Thema Enzymmodelle. Anschließend absolvierte er ein Postdoktorat am California Institute of Technology in Pasadena/USA. Der Chemiker habilitierte 2003 an der Technischen Universität München, war von 2005 bis 2010 Professor für Organische Chemie an der Universität Regensburg und übernahm im Oktober 2010 den Lehrstuhl II am IOC des KIT. Im Zentrum der stark interdisziplinären Forschungstätigkeit der Arbeitsgruppe Wagenknecht stehen synthetisch-chemisch modifizierte und dadurch funktionalisierte Nukleinsäuren und Peptide, mit denen sich sowohl biologische als auch physikalische Fragen untersuchen und Anwendungen verwirklichen lassen. So befassen sich die Forscher mit funktionellen Nanoarchitekturen und nanostrukturierten Materialien auf der Basis von DNA, RNA und Peptiden, mit chemischer Biologie und Bioanalytik sowie mit der Entwicklung von Katalysatoren, bei denen sich Licht als Energielieferant für organisch-chemische Reaktionen einsetzen lässt.  

 

Wilder Wein wehrt sich gegen Schädlinge

Weinberge  werden rund  fünfzehnmal im Jahr mit Pflanzenschutzmittel gespritzt, um sie gegen den Parasiten Falscher Mehltau zu schützen. Wilder Wein schützt sich selbst. Mit welcher Taktik hat Professor Peter Nick herausgefunden, der am Botanischen Institut des KIT wilde Weinrebensorten aus aller Welt sammelt und untersucht. Falscher Mehltau befällt über die Spaltöffnungen das Innere der Blätter. Der pilzartige Schädling findet die Öffnungen anhand des ausströmenden Stoffwechselproduktes Nonanal. Eine asiatische Weinrebe verwirrt beispielsweise den Falschen Mehltau durch die großflächige Abgabe von Nonanal über die ganze Blattfläche. Dadurch verschleiert sie die Lage der Spaltöffnungen. Ohne dieses Einfallstor und abgeschnitten von den Nährstoffen im Blattinnern geht der Parasit zugrunde. Nun wollen die KIT-Botaniker über ein Kreuzungsprogramm versuchen, die Abwehrtaktiken des wilden Weins auch auf die Kulturreben in Weinbergen zu übertragen.

 

15 Jahre Karlsruher Virtueller Katalog

Mit einer einzigen Suchanfrage den millionenfachen Buchbestand vieler verschiedener Kataloge gleichzeitig durchsuchen zu können: Mit diesem Ziel ging im Sommer 1996 der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK) der Bibliothek der damaligen Universität Karlsruhe online. Damit war er der erste bibliothekarische Gesamtkatalog des World Wide Web. Bis dahin waren im föderativ organisierten deutschen Bibliothekswesen die bibliographischen Nachweissysteme nur separat nutzbar. Die Idee der Karlsruher Bibliothekare und IT-Spezialisten, das World Wide Web für eine Metasuche zu nutzen, überzeugte nicht nur die Fachwelt: In den ersten vier Wochen nach der Inbetriebnahme gab es mehr als 400.000 Suchanfragen, heute sind es mehr als 1.5 Millionen monatlich. Nutzer können nun über 60 Zielsysteme aus aller Welt mit dem KVK abfragen, darunter auch zahlreiche für elektronische Medien. Die KVK-Technologie ist Grundlage für Spezialkataloge in aller Welt, so unter anderem für die Virtuelle Deutsche Landesbibliographie sowie für den Schweizer Virtuellen Katalog. Weitere Informationen unter: http://www.bibliothek.kit.edu/cms/index.php.

 

Kinderuni mit Knalleffekt

Wie können Forscher in das Innere eines Körpers schauen? Wo kommt das Auto her und warum muss man es tanken? Warum fallen Wolken nicht vom Himmel? Weshalb mag ich eigentlich Schokoeis? In acht Vorlesungen und zwölf Workshops der Kinder-Uni 2011 am KIT erhielten über 3.000 begeisterte Nachwuchsforscher Einblicke in das „Wunder Wissenschaft“. In Workshops lernten sie, wie man beispielsweise eine Brücke baut oder wie man Glaskolben herstellt. Explosiv ging es bei der Abschlussveranstaltung im Hörsaal zu:  Um die „Kraft der Luft“ zu demonstrieren, setzte Ulrich Schindewolf, Professor am Institut für Physikalische Chemie, auf Knalleffekte: Unter Einsatz von Sauerstoff, Stickstoff, Feuer oder Wasser ließ er Zigarren, Rosen, Bälle und sogar Schaumküsse unter ohrenbetäubendem Lärm explodieren. Im letzten Experiment übte sich der Chemiker selbst im Feuerspucken und brachte dadurch einen mit Helium gefüllten Luftballon zum Explodieren. Als Belohnung für ihre Wissbegier erhielten die kleinen Nachwuchsforscher bei der Abschlussveranstaltung eine Diplomurkunde und einen Doktorhut  zum Selberbasteln. Ein Jubiläum steht im nächsten Jahr an: Dann feiert die Kinder-Uni ihren 10. Geburtstag.