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Wie lebt es sich im Grenzland?

Wie lebt es sich im Grenzland?
author:

Dr. Sibylle Orgeldinger, Lilith C. Paul

source:

KIT - Presse

Date: 3. Juli 2014

Studierende aus Karlsruhe forschten in Lauterbourg und in Scheibenhardt

Was bedeutet grenzüberschreitendes Leben für den Menschen? Wie wirkt es sich auf einen Ort aus, wenn Franzosen und Deutsche zusammenleben? Diese Fragen untersuchten KIT-Studierende im Projektseminar „Grenzland“, welches das Institut für Geographie und Geoökologie (IfGG) und das Fachgebiet für Regionalplanung und Bauen im Ländlichen Raum gemeinsam organisierten. Als Untersuchungsorte wählten sie das französische Lauterbourg und die nur vier Kilometer entfernte Gemeinde Scheibenhardt in Rheinland-Pfalz. Die Studierenden befassten sich unter anderem mit den Besonderheiten der elsässischen Identität und Sprache sowie mit dem Wohnen, Arbeiten und Einkaufen an der Grenze. In dem Projekt arbeiteten Geographen und Architekten interdisziplinär zusammen. Die Ergebnisse des gemeinsamen Seminars stellt nun eine Broschüre mit dem Titel „GRENZLAND: Leben an der deutsch-französischen Grenze“ vor. Unter www.ifgg.kit.edu steht die Broschüre zum Herunterladen bereit.

Medaille für Brein

Für seine Verdienste um die technisch-wissenschaftliche Weiterentwicklung der Brandschutztechnik wurde Dieter Brein mit einer Heinrich-Henne-Medaille ausgezeichnet. Als Leiter der Forschungsstelle für Brandschutztechnik am KIT befasst er sich methodisch mit ganzheitlichen Brandschutzkonzepten für Bauwerke und entwickelt neue Verfahren für Ingenieure. Darüber hinaus begleitet er federführend die nationale und internationale Festlegung von Normen im Brandschutz – speziell auch für das Brandverhalten von Dächern. Während seiner über 40-jährigen Tätigkeit an der Forschungsstelle untersuchte Brein unter anderem auch die Wirksamkeit von Löschmitteln und wie sich Menschen bei Bränden verhalten. Verbunden mit der Vergabe der Medaille ernennt die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes Brein zugleich zum Ehrenmitglied.

Anfällig für Beben

Im Oberrheingraben bebt es durchschnittlich zweimal pro Woche – das ergeben Statistiken der zuständigen Landesämter. „Diese kleinen Beben nehmen wir meistens nicht wahr. Stärkere Beben, die spürbare Schäden anrichten, ereignen sich zum Glück nur alle zehn Jahre“, sagt Joachim Ritter, Leiter des Forschungsbereichs Seismologie. In seinem öffentlichen Vortrag „Erdbebenzone Oberrheingraben“ am Samstag, 5. Juli, erklärt er die geophysikalischen Hintergründe. Der europäische Kontinent wird von zwei Seiten zusammengeschoben: von der afrikanische Erdplatte im Süden und dem mittelatlantische Rücken im Nord-Westen. Kann die dazwischenliegende Erdkruste dem Druck nicht mehr standhalten, faltet sie sich wie eine Ziehharmonika zusammen. Dabei gibt sie als erstes dort nach, wo sie – wie am Oberrheingraben – bereits gebrochen ist. Der Vortrag beginnt um 10 Uhr im Gaede-Hörsaal des Physik-Flachbaus, KIT-Campus Süd, Engesserstraße 7. In der nächsten Woche findet dort zur gleichen Zeit ein Vortrag zum Thema „Werden die Naturkatastrophen wirklich immer schlimmer?“ statt.

Langsame Zulassung

Herzschrittmacher, Telemedizin, Schlüsselloch-Chirurgie: Moderne Medizintechnik hilft Patienten und ermöglicht weniger belastende, teils lebensrettende Therapien. Um aus den Laboren in die Behandlungspraxen zu gelangen, brauchen neue Technologien in Deutschland allerdings bis zu 15 Jahren. Wie sich der Innovationsprozess beschleunigen ließe, zeigt die aktuelle Studie „Innovationskraft der Gesundheitstechnologie“ der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech. „Gute Medizintechnik sollte nicht scheitern, weil die Zulassungsphase zu lang dauert oder die Forschung nicht finanzierbar ist“, sagt Olaf Dössel, Leiter der verantwortlichen Projektgruppe bei acatech. „Die Rahmenbedingungen für Forschung müssen verbessert werden.“ Beispielsweise wäre es sinnvoll, die Anreize für Patente und Innovationen zu erhöhen und die Zulassungsprüfungen transparenten und planbarer zu gestalten.