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Aktuelles aus der Lebensmittelforschung diskutiert

Aktuelles aus der Lebensmittelforschung diskutiert
author:

Lilith C. Paul

source:

KIT Presse

Date: 19.09.2013

Projekt widmet sich dem Homogenisieren mit Hochdruck / Jubiläum erinnert an Anfänge der Ammoniaksynthese  

Mehr als 180 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft nahmen an der Tagung „Leittechnologien für die Lebensmittelproduktion – Impulse der Gemeinschaftsforschung“ vergangene Woche in Karlsruhe teil. Der Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) organisierte die Tagung in Kooperation mit dem Institut für Bio- und Lebensmitteltechnik des KIT in den Räumen des Max-Rubner-Instituts (MRI). In Vorträgen präsentierten Wissenschaftler aktuelle Ergebnisse von FEI-koordinierten Projekten der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Professorin Heike P. Schuchmann, Leiterin des Bereichs Lebensmittelverfahrenstechnik des KIT-Instituts für Bio- und Lebensmitteltechnik, sprach über aktuelle Entwicklungen in der Hochdruckhomogenisation. Dieses Verfahren wird in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt, um Dispersionen wie Milch oder Säfte zu stabilisieren oder Haltbarkeit, Farbe und Mundgefühl zu verbessern. Schwerpunkt des Vortrags war die grundlagenorientierte Weiterentwicklung der Prozessanlagen, wodurch es heute möglich wird, bis zu 90 Prozent Energie einzusparen und Eigenschaften von Produkten zu verbessern.

 

Neues vom Zebrafisch  

Zebrafische haben wichtige Organsysteme mit dem Menschen gemeinsam. Daher gelten sie als ideale Modellorganismen in der biomedizinischen Forschung. Wissenschaftler untersuchen an Zebrafischen unter anderem, wie sich das Nervensystem entwickelt und nach Verletzungen regeneriert. „Imaging of Neural Development in Zebrafish“ war auch das Thema eines Kurses unter Schirmherrschaft der Europäischen Molekularbiologischen Organisation (EMBO) vergangene Woche am KIT. Das KIT-Institut für Toxikologie und Genetik (ITG) organisierte den Kurs zusammen mit dem Europäischen Zebrafisch Ressourcen Zentrum (EZRC) und Heidelberger Wissenschaftlern. Rund 20 junge Forscherinnen und Forscher aus vielen europäischen Ländern führten gemeinsam mit 15 hochkarätigen internationalen Experten, unter anderem von der Harvard Medical School in Boston, dem King's College der University of London  und der University of Cambridge/UK, Experimente rund um den Modellorganismus Zebrafisch und neueste Mikroskopietechniken durch und diskutierten die Ergebnisse. Das ITG des KIT hatte sich um die Ausrichtung des Kurses beworben und sich dabei gegen andere renommierte europäische Forschungseinrichtungen durchgesetzt.  

 

Symposium zu Fritz Haber  

Die Synthese von Ammoniak aus den Elementen Stickstoff und Wasserstoff hat eine Reihe von verschiedenen Produkten ermöglicht – vom künstlichen Mineraldünger bis hin zum Sprengstoff. 1908 legte Fritz Haber am KIT – damals Technische Hochschule Karlsruhe – die wissenschaftlichen Grundlagen für die Ammoniaksynthese. 1913 ging in Ludwigshafen bei der BASF der erste industrielle Haber-Bosch-Reaktor in Betrieb. Ein Festsymposium am heutigen Donnerstag, 19. September, ab 15 Uhr am KIT Campus Süd (Hörsaal 1, Gebäude 30.41, Fritz-Haber-Weg 2-6) widmet sich dem Jubiläum „100 Jahre Haber-Bosch-Verfahren“. Das Symposium steht Schülern, Studierenden und allen Interessierten offen. Unter anderem spricht Professor Michael Mönnich, stellvertretender Direktor der KIT-Bibliothek, über „Carl Bosch und Fritz Haber – Leben und Werk im Spannungsfeld des politischen Zeitgeistes“. Professor Jan-Dierk Grunwaldt, Inhaber des Lehrstuhls „Chemische Technik und Katalyse“ am KIT, erörtert „Herausforderungen in der Katalyse: damals und heute“. Das vom Förderverein Chemie-Olympiade (FChO) organisierte Symposium ist eingebettet in eine Seminarwoche zum Thema „Ammoniaksynthese“ für die 16 besten Teilnehmer der Internationalen Chemie-Olympiade.