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Nachwuchsförderung: Elke Luise Barnstedt in Expertenkreis berufen

Nachwuchsförderung: Elke Luise Barnstedt in Expertenkreis berufen
author:

Margarete Lehné, Sibylle Orgeldinger

source:

PKM-Presse

Date: 09.11.2016

Die Karrierewege des wissenschaftlichen Nachwuchses an Universitäten besser planbar zu machen und transparenter zu gestalten, ist Ziel des Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, das Bund und Länder auf Vorschlag der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) im Sommer beschlossen haben. Als Expertin hat die GWK, die sich aus den Ministerinnen und Ministern für Wissenschaft und Forschung sowie für Finanzen des Bundes und der Länder zusammensetzt, nun unter anderem die Vizepräsidentin des KIT für Personal und Recht Elke Luise Barnstedt in das Auswahlgremium für dieses Programm berufen. Gemeinsam mit sechs staatlichen Vertreterinnen und Vertretern bildet ein Kreis aus insgesamt zwölf Wissenschafts- und Hochschul-Expertinnen und -Experten aus ganz Deutschland dieses Gremium, das bei der Ausgestaltung des Begutachtungsverfahrens mitwirkt, die Förderanträge bewertet und über die Förderhöhe entscheidet. In seiner konstituierenden Sitzung hat das Auswahlgremium Elke Luise Barnstedt zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Barnstedts Amtszeit als Vizepräsidentin des KIT endet am 31. Dezember dieses Jahres. Am KIT hat die Juristin unter anderem die Selbstverpflichtung „Gute Arbeit am KIT“ entscheidend mitgeprägt, deren Ziel klare und planbare Arbeitsverhältnisse für befristet Beschäftigte in der Wissenschaft und Verwaltung sind. Einen besonderen Schwerpunkt setzt das Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf die Tenure-Track-Professur. Sie soll neben dem klassischen Berufungsverfahren als eigenständiger Karriereweg an deutschen Universitäten etabliert werden. Dafür sollen 1.000 neue Tenure-Track-Professuren bis zu sechs Jahre gefördert werden. Insgesamt stellt der Bund für das Programm ab dem Jahr 2017 bis zum Ende der Laufzeit im Jahr 2032 bis zu eine Milliarde Euro zur Verfügung.

Optionen für Erneuerbare in China

In China wachsen erneuerbare Energien rasant: Nach einer Analyse von Bloomberg New Energy Finance war das Land im Jahr 2015 mit 110,5 Milliarden US-Dollar und 17 Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahr der weltweit größte Investor in regenerative Energien. Das schnelle Wachstum bringt allerdings einige Herausforderungen mit sich: Derzeit können die Stromnetze nicht allen Strom aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen aufnehmen, sodass die Anlagen zum Teil abgeregelt werden müssen. Möglichkeiten, dies zu vermeiden, untersucht die chinesische Wissenschaftlerin Qingxin Li während eines Forschungsjahrs am KIT: In der Gruppe „Dezentrale Energiesysteme und Netze“ am Lehrstuhl für Energiewirtschaft erforscht sie auf der Basis techno-ökonomischer Analysen verschiedene Optionen, wie den Ausbau von 1000-Kilovolt-Übertragungsleitungen, aber auch die Weiterentwicklung von Instrumenten zur Förderung erneuerbarer Energien. Qingxin Li, geboren 1987, promovierte 2014 an der renommierten Tsinghua Universität in Beijing. Für ihren Forschungsaufenthalt am KIT, der diesen Monat beginnt, erhält die junge Wissenschaftlerin ein Bundeskanzler-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Trojaner für Pflanzenzellen

Bei Pflanzen sind alle Zellen mehr oder weniger gleichberechtigt. Jede einzelne Pflanzenzelle kann einen ganzen Organismus bilden. Entscheidend ist eine innere Richtung der einzelnen Zelle, die über das Zellskelett immer wieder neu eingestellt wird. Pflanzenzellen nehmen auch wahr, ob sie noch intakt sind. Nur dann teilen sie sich. Ist ihre Integrität gestört, leiten sie ihren Tod ein, um den Organismus vor Schaden zu bewahren. Um diese untersuchen zu können, entwickeln Biologen und Chemiker des KIT besondere Werkzeuge – nämlich „Trojaner“ für Pflanzenzellen: Diese können in intakte Pflanzenzellen eindringen und darin gezielt etwas verändern. Unter anderem haben die Forscher in solche Trojaner Peptide – kleine Proteine – aus dem Ginkgobaum eingebaut und können damit zellulären „Selbstmord“ auslösen. „Um in die Zellen hineinzukommen, müssen die Trojaner die Membran durchdringen. Die Zelle nimmt die Störung der Membranintegrität wahr, was Immunreaktionen auslösen kann“, erklärt der Biologe Peter Nick. Derzeit arbeiten die Wissenschaftler an Trojanern, welche die Membran möglichst unbemerkt durchdringen können. Ziel ist es, die Selbstorganisation von Pflanzen besser zu verstehen.

Tipps für nachhaltige Weihnachten

Gibt es nachhaltige Kekse? Wie sehen ökologische Kerzen und Weihnachtsbäume aus? Ist der Weihnachtsmann eigentlich nachhaltig mobil unterwegs? Fragen wie diese behandelt der Themenabend „Fairschenken – Nachhaltigkeit zur Weihnachtszeit“ am Dienstag, 22. November, in der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) Karlsruhe (Gartenstraße 29a). Um 19.15 Uhr beginnt eine Andacht, um 20.30 Uhr schließt sich der Themenabend an. Referent ist Markus Radke, Projektkoordinator Öko-fair-soziale Beschaffung der Evangelischen Landeskirche in Baden. Neben Tipps, welche Sachen sich zum „Fairschenken“ eignen und wie sich nachhaltige Weihnachten auch mit wenig finanziellen Ressourcen verwirklichen lassen, gibt es auch einen Rückblick und Ausblick zum nachhaltigen Handeln in der ESG.

225 Deutschlandstipendien am KIT

300 Euro monatlich, für mindestens zwei Semester – das bietet das Deutschlandstipendium leistungsstarken und engagierten Studentinnen und Studenten deutscher Hochschulen. Am KIT erhalten derzeit 225 junge Menschen diese Förderung. Durch die besondere Unterstützung der KIT Alumni konnten allein 45 Stipendien finanziert werden – so viele wie noch nie zuvor. Dazu
kommen 180 Stipendien von privaten Förderern, Unternehmen, Stiftungen und Vereinen. Finanziert werden die Stipendien zur einen Hälfte von den privaten Förderern und zur anderen Hälfte vom Bund. Neben guten Leistungen in Schule und/oder Universität zeichnet auch soziales Engagement die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus – sei es in Vereinen oder in der Hochschulpolitik, in kirchlichen Organisationen, sozialen Einrichtungen oder auch in der Familie. Hatten Studierende besondere Hürden zu überwinden – etwa eine Krankheit, die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger oder Migration –, so wird auch dies bei der Auswahl berücksichtigt. Die feierliche Verleihung der Stipendien fand Anfang November statt: Die Stifter übergaben die Stipendienurkunden persönlich und konnten so „ihre“ Stipendiaten in Gesprächen kennenlernen.