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Gandhi-Medaille für Postdoc

Gandhi-Medaille für Postdoc
author:

Sibylle Orgeldinger, Sarah Werner

source:

PKM-Presse

Date: 28.09.2016

Der Klimaforscher Dr. Tirtha Banerjee, Postdoc am Campus Alpin des KIT in Garmisch-Partenkirchen, erhält die Gandhi-Medaille der Non Resident Indians (NRI) Welfare Society of India. Der indische Staatspräsident Pranab Mukherjee überreicht ihm die Medaille im House of Lords in London. Die NRI Welfare Society of India hat das Ziel, die Verbindungen zwischen Indien und im Ausland lebenden Indern zu stärken. In diesem Jahr erhalten weltweit 26 Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen die Gandhi-Medaille für „herausragende Leistungen und Erfolge von Indern in der internationalen Arena“. Tirtha Banerjee forscht derzeit am Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU) des KIT in der Arbeitsgruppe „Transportprozesse in der atmosphärischen Grenzschicht“, einer Helmholtz-Nachwuchsgruppe von Dr. Matthias Mauder. Banerjees Hauptforschungsgebiet ist die Turbulenz, ein chaotischer, nichtlinearer, multiskaliger Prozess, der in den meisten natürlichen Strömungen in der Umwelt zu finden ist. Neue Arbeiten zur Biosphäre-Atmosphäre-Interaktion, Dispersionsstudien sowie Wetter- und Klimamodellierung sind darauf angewiesen, diese inhärenten chaotischen Strömungen zu charakterisieren. Tirtha Banerjee beschäftigt sich daher mit grundlegenden Konzepten der Strömungsdynamik, verbunden mit numerischen Simulationen und Daten von Feldexperimenten, um neue Beziehungen für die relevanten Prozesse zu finden. Als Postdoc am KIT untersucht er, wie Wälder in wüstenähnlichen Gebieten turbulenten Transport nutzen, um sich effektiv zu kühlen. Dazu betreibt er auf Hochleistungsrechnern des KIT komplexe Modellsimulationen. Dies geschieht im Rahmen einer von der DFG geförderten Zusammenarbeit zwischen dem KIT und dem Weizmann-Institut in Israel.

Landratsamt Karlsruhe gewinnt delta Beratungsprojekt

Die studentische Unternehmensberatung delta Karlsruhe hatte anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens unter dem Motto „Qualität durch Leidenschaft“ ein kostenloses Beratungsprojekt ausgeschrieben. Nun steht der Gewinner fest: Das Landratsamt Karlsruhe überzeugte das Auswahlgremium mit seiner Aufgabenstellung. Nun arbeitet das Projektteam von delta daran, Einflüsse auf die Integration von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen zu identifizieren, Potenziale in den Integrationsanstrengungen zu zeigen und Lösungsansätze zu erarbeiten. Das Auswahlgremium bestand aus dem Vizepräsidenten des KIT für Lehre und akademische Angelegenheiten, Professor Alexander Wanner, dem Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensführung am KIT und Kurator von delta, Professor Hagen Lindstädt, dem Geschäftsführer des Stadtmarketings Karlsruhe, Norbert Käthler, sowie zwei erfahrenen Mitgliedern von delta. Insgesamt waren 19 Bewerbungen von Unternehmen und Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet eingegangen – von Fahrzeugbauern und IT-Unternehmen bis hin zu Organisationen aus dem Gesundheitswesen. delta hat in 20 Jahren rund 240 Beratungsprojekte abgeschlossen und ist damit eine der ältesten und zugleich erfolgreichsten studentischen Unternehmensberatungen in Deutschland.

Lichtkunst macht kosmische Strahlung zu einem Erlebnis

Kunst kann Phänomene erfahrbar machen, die im alltäglichen Leben verborgen bleiben. Einem solchen Phänomen sind Forscher am KIT auf der Spur: Gelangen hochenergetische Wasserstoff- oder schwerere Atomkerne aus dem Weltraum in die Erdatmosphäre, lösen diese dort komplexe Reaktionen aus. Diese kosmische Strahlung kann auf der Erde gemessen werden. Sie sichtbar zu machen, ist Ziel von „Cosmic Revelation“, einem Projekt von Konzeptkünstler Tim Otto Roth und dem Team von Andreas Haungs, Astroteilchenphysiker am KIT-Centrum Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik. Hierfür verwandeln sie die Stuttgarter Zentrale der SV SparkassenVersicherung in eine Lichtskulptur: Vier Treppenhäuser sind rot erleuchtet; auf dem Gebäudedach messen 16 hochsensible Detektoren live die Wirkung der kosmischen Strahlung, die durch die Atmosphäre dringt. Jedes Mal, wenn die Detektoren kosmische Teilchen erfassen, blitzen die Treppenhäuser weiß auf. Ein Suchscheinwerfer verweist als „Himmelszeiger“ auf die Herkunft der Strahlung im Nachthimmel. Künstler und Forscher wollen gemeinsam durch die Visualisierung der Livemessung vor Ort kosmische Strahlung erlebbar machen, die ansonsten unbemerkt Gebäude und Menschen durchdringt.
„Cosmic Revelation“ ist Teil des Lichtkunstfestivals „Aufstiege“, das noch bis zum 9. Oktober 2016 in 25 Städten und Gemeinden der KulturRegion Stuttgart stattfindet. Drei Wochen lang zeigen Künstlerinnen und Künstler Installationen und Projektionen auf zahlreichen Treppen und Anstiegen. Weitere Informationen unter: www.imachination.net/cosmicrevelation und www.kceta.kit.edu

Kommunikation von Architektur

Unverfälscht und ehrlich oder kalt und hässlich? Bei Sichtbeton als Baustoff scheiden sich die Geister. Die einen denken dabei an Le Corbusier und Tadao Andō, die anderen an Autobahnbrücken und Tiefgaragen. Sichtbeton ist ein besonders deutliches Beispiel für die unterschiedlichen Perspektiven von Experten und Laien bei der Wahrnehmung und Bewertung von Architektur. Wie es zu diesen Unterschieden kommt und wie sich Architektur angemessen vermitteln und kommunizieren lässt, untersuchen Wissenschaftler im Fachgebiet Architekturkommunikation a*komm, das zum Institut Entwerfen, Kunst und Theorie an der Fakultät für Architektur des KIT gehört. Sie befassen sich mit allen Formen der Kommunikation an der Schnittstelle zwischen Architektur und Öffentlichkeit. „Architektur erklärt sich nicht von selbst“, sagt Fachgebietsleiter Professor Riklef Rambow. „Vielmehr basiert sie auf einer kulturellen Tradition. Jeder planerische Akt bezieht sich auf einen komplexen innerfachlichen Diskurs.“ Wissen, Wahrnehmung und Bewertung hängen eng zusammen, wie der Psychologe erläutert. Diesen Zusammenhang und seine Bedeutung für die Kommunikation von Architektur zu erforschen und in auch der Architekturlehre fest zu verankern, ist Aufgabe des deutschlandweit einzigartigen Fachgebiets a*komm.