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Tauwetter an den Polen ein globales Problem

Tauwetter an den Polen ein globales Problem
author:

Saskia Kutscheidt

links:
source:

KIT-Pressestelle

Date: 23.09.2010

Vom Wissenschaftler zum Unternehmer
Europa zählt zu den weltweit führenden Regionen in Forschung und Wissenschaft, dennoch werden Innovationen vielfach in anderen Ländern der Welt auf den Weltmarkt gebracht. Daher soll jungen Europäern verstärkt vermittelt werden, wie man Wissen erfolgreich in Anwendungen umsetzt. Diese Chance erhielten 27 Doktoranden aus sieben Nationen, darunter drei vom KIT und einer von EnBW, mit dem einwöchigen Programm „From Science to Business“. Das Programm an der ESADE Business School in Barcelona wurde zusammen mit dem KIT, vertreten durch Rolf Blattner vom Innovationsmanagement, durchgeführt. In Workshops und Kursen konnten die Stipendiaten lernen, wie man theoretisches Wissen mit unternehmerischem Handeln verbindet. Das Programm wurde von der Knowledge and Innovation Community KIC InnoEnergy durchgeführt. KIC InnoEnergy besteht aus europaweit 35 Partnern aus Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Business Schools und wird vom European Institute of Innovation and Technology (EIT) gefördert. Die Koordination des Aufbaus von KIC InnoEnergy liegt derzeit beim KIT. Ziel ist, ein nachhaltiges Energiesystem für Europa zu schaffen.

Symposium zu moderner Kreiseltechnik
Experten aus 21 Ländern trafen sich auf dem vom Institut für Theoretische Elektrotechnik und Systemoptimierung (ITE) am KIT veranstalteten „Symposium Gyro Technology“ anlässlich des 200. Jubiläums der Geburtsstunde von inertialen Navigationsgeräten. Der Tübinger Professor Johann von Bohnenberger hatte mit der Realisierung einer Plattform kardanisch gelagerter rotierender Kreisel die Basis für Messgeräte geschaffen, mit denen die Richtung von Flugobjekten im Raum gemessen und stabilisiert werden kann. Einer der drei Jubiläumsvorträge wurde von Sasha Buchman, Wissenschaftler an der Stanford University, über „Gravity Probe B“, den berühmtesten Test der allgemeinen Relativitätstheorie, gehalten. Unter seiner Leitung war mithilfe des weltweit genauesten Kreiselsystems mit einem Winkelgrad Fehler in zehn Millionen Jahren die Krümmung und Verdrehung der relativistischen Raumzeit in der Umlaufbahn der Erde nachgewiesen worden. Neben der reinen Wissenschaft wurden auf dem von Gert Trommer geleiteten Kongress die neuesten Verfahren und technischen Anwendungen der Inertialtechnik in der Luft- und Raumfahrt diskutiert.

Deutsch-Französische Sommerschule

Rund 40 Doktoranden aus Deutschland und Frankreich nahmen an der Deutsch-Französischen Sommerschule zum Thema „Modellierung, numerische Simulation und Optimierung in der Strömungsmechanik“ in der evangelischen Akademie in Bad Herrenalb teil. Strömungen beobachtet jeder in seinem Alltag. Die industriellen Prozesse der Verfahrenstechnik erfordern jedoch Grundlagenwissen aus den Bereichen Mathematik, Informatik und Ingenieurswesen. Gemeinsam befassten sich die jungen Wissenschaftler daher mit Fragestellungen zur Modellierung, numerischen Optimierung und Simulation sowie zur Visualisierung in der Strömungstechnik. Die Veranstaltung wurde vom Institut für Angewandte und Numerische Mathematik 4 am KIT, der Deutsch-Französische Initiative (KIT DeFi) und der Université Aix-Marseille organisiert. Ziel war es, die bestehenden Kooperationen im Bereich der Lehre und der Forschung zu intensivieren. Außerdem wurde ein deutsch-französisches Netzwerk aus Nachwuchswissenschaftlern gebildet. In zwei Jahren wird die Sommerschule in Südfrankreich die Tradition fortsetzen.

Kooperation zwischen KIT und Colorado
Einen Kooperationsvertrag zur Stärkung gemeinsamer Forschung, unter anderem zur nachhaltigen Energieversorgung und zum Austausch von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern, haben das KIT und die Colorado School of Mines (Golden, USA) unterzeichnet. Gemeinsam werden eine kraftstoffsparende Stromversorgung von Fahrzeugen mittels Brennstoffzellen realisiert, die Nutzung von Biokraftstoffen untersucht, Verbrennungsprozesse effizienter und schadstoffärmer gestaltet sowie Katalysatoren und Hochleistungskeramiken entwickelt.  Auf einer Fläche von 20 000 Quadratkilometern im Südosten Colorados soll der Aufbau eines astrophysikalischen Observatoriums gemeinsam vorangetrieben werden; geplant ist, dieses dezentral durch regenerative Energie zu versorgen. Die 1874 gegründete Colorado School of Mines zählt zu den bekanntesten technisch-orientierten Forschungsuniversitäten der USA.

Vortrag über Tauwetter an den Polen
Am Mittwoch, 29. September, findet um 18 Uhr im Gartensaal des Schlosses Karlsruhe ein Vortrag zum Thema „Tauwetter an den Polen – Warum es auch uns betrifft“ von Peter Lemke, Sprecher der Helmholtz-Klimainitiative REKLIM (Regionale Klimaänderungen), statt. REKLIM ist ein Verbund von acht Forschungszentren in der Helmholtz-Gemeinschaft und hat zum Ziel, ein besseres Verständnis der regionalen Prozesse innerhalb des Klimasystems zu erarbeiten. Zudem werden aussagekräftige Erkenntnisse für sozioökonomische und politische Entscheidungsprozesse geliefert. Der Vortrag  erfolgt im Rahmen der ersten fachöffentlichen REKLIM-Konferenz „Klimawandel in Regionen“, welche vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ausgerichtet wird. Weitere Informationen unter www.sueddeutsches-klimabuero.de. Der Eintritt ist frei.