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Fakten zu Katastrophen innerhalb weniger Minuten

Fakten zu Katastrophen innerhalb weniger Minuten
author:

Linh Le Thanh Vu, Lilith C. Paul

source:

KIT - Presse

Date: 11.09.2014

Software untersucht Twitter-Nachrichten in Echtzeit

Nach Erdbeben, Stürmen oder Hochwassern müssen Rettungskräfte die Situation in Minutenschnelle überblicken können. Eine wertvolle Informationsquelle sind soziale Medien. „Bei Twitter etwa finden sich oft schon Sekunden später erste Meldungen“, erklärt André Dittrich vom KIT. Er und sein Team haben eine Software entwickelt, die in Echtzeit die Masse der Twitter-Nachrichten anonymisiert nach Katastrophenhinweisen durchsucht. Damit ließe sich innerhalb weniger Minuten eine grobe Schadensbilanz sowie ein sehr lokales Bild der Lage erstellen. Die Forscher wollen ihre Software nun zu einem offen zugänglichen Werkzeug für Hilfsorganisationen weiterentwickeln.

Energiewende am Oberrhein

„Energiewende am Oberrhein" lautete das Thema der diesjährigen Eucor-Sommeruniversität, die das Deutsch-Französische Institut für Umweltforschung (DFIU) des KIT organisierte. Masterstudierende und Doktoranden aus den fünf oberrheinischen Universitätsstädten des Eucor-Verbundes - Straßburg, Mulhouse, Basel, Freiburg und Karlsruhe - erarbeiteten Szenarien der Elektrizitätsversorgung für das Jahr 2030. Ausschlaggebend für das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage war jeweils ein effizienter Umgang mit Strom seitens der Verbraucher. Grundlage der Szenarien bildeten Diskussionen zu naturräumlichen Gegebenheiten, technischen Möglichkeiten und zur Akzeptanz in der Bevölkerung. Exkursionen führten unter anderem zu dem Pumpspeicherkraftwerk Bad Säckingen.

Roboter als Pflegekraft?

Heute sind Roboter vor allem in der Industrie im Einsatz, künftig könnten sie es auch als Service-Roboter in der Alten- und Krankenpflege sein. „Selten geht es dabei darum, den Menschen komplett zu ersetzen“, erklärt Michael Decker, Professor für Technikfolgenabschätzung am KIT. Die neue Technologie solle vielmehr den Pfleger entlasten, indem er etwa das schwere Reanimationsgerät transportiert. Robotische Unterstützung für Menschen mit Demenz könne diesen helfen, mobil zu bleiben. „Für die Akzeptanz in der Gesellschaft wäre es ideal, wenn Service-Roboter erst dann ins Spiel gebracht würden, wenn sie auch gebraucht werden“, meint Decker. Ethische Konflikte könnten entstehen, wenn man der Technik Entscheidungen übertragen würde: Wer haftet, wenn ein Schaden aufgrund einer Entscheidung des Roboters entsteht? Auch mit solchen Fragen setzt sich Decker in einem Team aus Technikern, Soziologen, Pädagogen und Juristen auseinander.