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Neue Plattform für Detektoren wird aufgebaut

Neue Plattform für Detektoren wird aufgebaut
author:

Saskia Kutscheidt

source:

KIT-Abteilung Presse

Date: 06.06.2012

Technologien für Detektoren
Hochempfindliche Detektoren sind in der Forschung, aber auch aus vielen alltäglichen Anwendungen nicht mehr wegzudenken. Sie finden sich beispielsweise in Kameras oder in medizinischen Geräten zur bildgebenden Diagnostik. Um die Basis für eine neue Generation von Detektoren zu schaffen, die noch schneller und mit noch höherer Auflösung arbeiten, baut die Helmholtz-Gemeinschaft nun eine neue Plattform für Detektortechnologien und -systeme auf. Die Koordination liegt beim KIT; weitere sechs Helmholtz-Zentren und zwei Helmholtz-Institute sowie zahlreiche internationale Forschungseinrichtungen und Universitäten sind daran beteiligt. Die Themen reichen von innovativen Materialien über Detektortechnologien und integrierte Elektronik bis hin zur intelligenten Verarbeitung extrem hoher Datenraten. Die immer größeren Datenraten erfordern eine extrem schnelle Datenübertragung oder aber eine Verarbeitung der Daten in der Nähe des Detektors. „Damit schaffen wir die Voraussetzungen für die Entwicklung immer leistungsfähigerer und zugleich immer kleinerer und leichterer Geräte“, erläutert der koordinierende Sprecher der Helmholtz-Plattform, Professor Marc Weber, Leiter des Instituts für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik (IPE) des KIT.
 

KIT-Untersuchung zur studienbezogenen Mediennutzung
Gedruckte und elektronische Lehrbücher oder Skripte der Dozenten aus Vorlesungen – bei Studierenden sind unter den universitätseigenen Medienangeboten vor allem die aus der Präsenzlehre beliebt. Das geht aus Erhebungen hervor, die Gerd Gidion, Professor für Technikdidaktik am KIT-Institut für Berufspädagogik und Allgemeine Pädagogik, und Michael Grosch in den Jahren 2009 und 2011 durchgeführt haben – über die Ergebnisse berichtet die Juni-Ausgabe der Zeitschrift „Forschung und Lehre“. Innerhalb weniger Jahre haben sich einige Anwendungen wie Google, Wikipedia und E-Mail vollständig verbreitet, nahezu alle Studierenden nutzen sie. E-Learning-Angebote wie Lernplattformen stoßen den Untersuchungen von Gidion und Grosch zufolge auf eine mittlere bis geringere Akzeptanz. Besonders selten nutzten Studierende bislang universitäre Angebote, die ihre aktive Beteiligung erfordern, beispielsweise Blogs oder interaktive Lernsoftware. Ebenso selten, so das Ergebnis der Studie, greifen Studierende auf virtuelle Lehr- und Lernformen zurück, zudem erwiesen sie sich als weniger zufrieden mit diesen Angeboten. Laut Gidion und Grosch stehen bei den Studierenden die hochschuleigenen Anwendungen wie Bibliotheksdienste im Wettbewerb mit extern angebotenen wie Google Scholar, eine Suchmaschine für die Literaturrecherche. Die Anzahl der mobilen Internetflatrates nehme rasant zu, daher verdrängten mobile Netzzugänge zunehmend stationäre Netzzugänge. Laut Gidion und Grosch setzt sich auch die Verdrängung des stationären Desktop-Computers durch mobile Computer wie Notebook, Netbook oder iPad fort. Sie erwarten in den kommenden Jahren daher eine Zunahme bei den Tablet-Computern.  


Innovationspreis für die Regeneration von Nervenläsionen
Den Innovationspreis 2012 der Stiftung Familie Klee erhalten in diesem Jahr die beiden Forscher Georg Bretthauer aus Karlsruhe und Selman Uranues, Graz. Der Ingenieur und Informatiker Bretthauer leitet das Institut für Angewandte Informatik/Automatisierungstechnik am KIT und ist Mitglied der kollegialen Leitung des KIT-Instituts für Angewandte Informatik. Gemeinsam mit dem Schweizer Chirurgen Selman Uranues hat Bretthauer eine neue adaptive Nervenprothese für die vollständige Regeneration peripherer Nervenläsionen entwickelt und erprobt. Nervenläsionen sind Verletzungen, die als Folge von Verkehrs-, Arbeits- und Sportunfällen aber auch durch Verbrennungen, Stichverletzungen und Tumoren auftreten können. Mit Hilfe der neuen Nervenprothese konnten die Forscher im vergangenen Jahr erstmals acht Millimeter getrennte Nervenenden regenerieren. Die Stiftung Familie Klee zeichnet mit dem Innovationspreis jährlich eine Person oder eine Arbeitsgruppe aus, die eine wissenschaftliche Leistung erbracht hat, die „es durch neuartige Kombination medizinischer und technischer Kenntnisse ermöglicht, Krankheiten zu heilen, ihre Therapie zu verbessern oder die Auswirkungen der Krankheit zu mildern.“ Weitere Infos gibt es im Internet unter: www.s-fk.de.