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Mit Kugelpackungen die Waldstruktur erkennen

Mit Kugelpackungen die Waldstruktur erkennen
author:

Sarah Werner

source:

KIT - Presse

Date: 23.12.2015

Tropische Regenwälder stellen sich viele als dichtbewachsene Dschungel vor, in denen sich Baum an Baum reiht. Dem ist aber nicht so, wie Dr. Franziska Taubert und Dr. Andreas Huth vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) sagen: „Die Dichte ist im Mittel erstaunlich niedrig. Oft sind die Wälder nur in Höhen zwischen 25 und 40 Metern üppig bewachsen.“ Zusammen mit Wissenschaftlern unter anderem des KIT haben sie einen neuen Modellierungsansatz entwickelt, der die Größenverteilung von Bäumen in natürlichen Wäldern schneller erfassen kann. Hierfür nutzen die Forscher die stochastische Kugelpackung: Ziel der Methode ist, verschiedene Kugeln so in einem festgelegten Raum anzuordnen, dass möglichst viele hineinpassen, etwa wie ein Obstbauer versucht, möglichst viele Äpfel in eine Kiste zu packen. Um so nun die Baumverteilung in Wäldern zu ermitteln, bildeten die Wissenschaftler zufällig ausgewählte Baumkronen als verschieden große Kugeln ab. Diese „packten“ sie dann so, dass möglichst viele in das ausgesuchte Waldgebiet passten, ohne dass sich dabei Kugeln überschnitten. Aus der Verteilung der Kugeln, die einen Platz gefunden haben, konnten sie auf die Baumgrößenverteilung des gesamten Waldes schließen und mit dem Ansatz tatsächlich beobachtete Waldstrukturen genau wiedergegeben. Der Vorteil gegenüber klassischen Berechnungsmodellen ist, dass diese Methode nur auf räumlichen Strukturen basiert und keine Daten zum Wachstum, Absterben oder Regeneration von Bäumen braucht. Die Größenverteilung von Bäumen in Wäldern ist eine der zentralen Größen, um Strukturmerkmale wie etwa Biomasse, Produktivität oder Kohlenstoffgehalt festzustellen.

175 Jahre Literatur für die Forschung: Bibliothek des KIT feiert Geburtstag

Obwohl das KIT erst sechs Jahre alt ist, kann seine Bibliothek auf eine weitaus längere Geschichte blicken: Bereits im Oktober 1840 forderte das badische Innenministerium die damalige Polytechnische Hochschule auf, ihre Bücher und Karten zu sammeln, geordnet aufzustellen und in einem Katalog aufzulisten. Nach 175 Jahren hat sich diese Sammlung zu einer Bibliothek mit über zwei Millionen Büchern, etwa 73.000 E-Books, rund 70.000 Zeitschriften und mehreren multimedialen Dokumenten entwickelt. Zum Geburtstag hat KIT Scientific Publishing, der Fachverlag des KIT, die Festschrift „Innovation aus Tradition: 175 Jahre KIT-Bibliothek“ herausgegeben. Zusätzlich zeigt die Bibliothek im Foyer einige Exponate ihrer Geschichte. Interessierte können die Ausstellung kostenlos während der Servicezeiten besuchen (Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr, Samstag von 9 bis 12.30 Uhr). Weitere Informationen unter www.bibliothek.kit.edu/cms/ausstellung-175-jahre-kit-bibliothek.php 

Berufsbild Wissenschaftlerin für Abiturientinnen

Wie sucht eine Physikerin nach „Geisterteilchen“? Wo arbeitet eine Toxikologin? Und welche Chancen haben Naturwissenschaftlerinnen auf dem Arbeitsmarkt? Antworten auf diese und andere Fragen bekommen Schülerinnen der Oberstufe bei der Veranstaltung „Berufsbilder von Naturwissenschaftlerinnen“. In Vorträgen, Gesprächen und Arbeitsplatzbesichtigungen stellen verschiedene Forscherinnen und Ingenieurinnen des KIT ihre Arbeit vor. So bekommen Abiturientinnen, die an einem Studium der Naturwissenschaft interessiert sind, einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Berufsbilder einer Wissenschaftlerin. Die Chancengleichheitsbeauftragten des KIT und das Netzwerk „Wissenschaftlerinnen am KIT“ organisieren das Programm, das Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt (FTU) begleitet. Die kostenlose Veranstaltung findet am 27. Januar 2016 am FTU ab 8:45 Uhr statt (Hermann-von-Helmholtz-Platz 1, KIT, Campus Nord). Eine Anmeldung ist bis zum 22. Januar 2016 unter http://www.fortbildung.kit.edu/abi.php möglich.