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KIT-Experiment übertrifft seine Lebenserwartung

KIT-Experiment übertrifft seine Lebenserwartung
author:

Saskia Kutscheidt

source:

KIT-Abteilung Presse

Date: 01.03.2012

MIPAS feiert zehnjähriges Jubiläum

Am gestrigen Mittwoch jährte sich der Start des europäischen Satelliten ENVISAT zum zehnten Mal. An Bord dieses Satelliten befindet sich das MIPAS-Experiment (Michelson Interferometer for Passive Atmospheric Sounding). Der Physiker Herbert Fischer vom KIT-Institut für Meteorologie und Klimaforschung hat es 1988 zusammen mit einem internationalen Wissenschaftler-Team der Europäischen Weltraumbehörde ESA vorgeschlagen, die es schließlich auf dem ENVISAT-Satelliten einsetzte. Das Instrument misst die schwache Infrarotstrahlung, die von Spurengasen wie Ozon oder Stickoxiden in der Stratosphäre, der Atmosphärenschicht zwischen 10 und 50 Kilometer Höhe, ausgesandt wird. Durch diese typische Strahlung, eine Art Fingerabdruck der Moleküle, können die Forscher die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre bestimmen und damit Aussagen über Transportprozesse oder klimarelevante Fragen treffen. In den vergangenen 30 Jahren hat Fischer mit seinem Team zahlreiche MIPAS-Experimente für Messungen am Boden, im Ballon oder im Forschungsflugzeug entwickelt. Der ENVISAT-Satellit und die darauf fliegenden Instrumente waren auf eine Lebensdauer von fünf Jahren ausgelegt – trotzdem sind auch heute noch alle Geräte in Betrieb. Damit ist ENVISAT einer der erfolgreichsten Erdbeobachtungssatelliten aller Zeiten. Das MIPAS-Experiment hat inzwischen eine große Menge von exzellenten Messdaten geliefert, beispielsweise zum ersten Ozonloch über der Arktis.


Verdi-Requiem in zwei Konzerten des KIT

Aufführungen in Straßburg und Karlsruhe: Der KIT-Konzertchor und die KIT-Philharmonie treten gemeinsam am kommenden Samstag, 3. März um 20.00 in der Eglise St. Paul in Straßburg auf. Am Sonntag, 4. März 2012, beginnt die Aufführung um 17.00 Uhr in der Karlsruher Kirche St. Stephan. Dirigent der Konzerte ist der KIT-Musikdirektor Nikolaus Indlekofer. Karten gibt es im Vorverkauf im Internet unter www.konzertchor.kit.edu, beim Musikhaus Schlaile sowie an der Abendkasse.



Tag der offenen Tür im Energy Smart Home
Das Energy Smart Home Lab am KIT ist Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“: Der im Projekt MeRegioMobil entwickelte Prototyp für ein intelligentes, energieeffizientes Fertighaus verbindet die Bereiche Wohnen, Elektromobilität und Energie. Das Smart Home hat eine Fläche von etwa 60 Quadratmetern und ist mit modernster Technik ausgestattet: Sämtliche Haushaltsgeräte sind miteinander vernetzt, die Bewohner haben jederzeit Einblick in die aktuellen Energieflüsse sowie den Stromverbrauch. Seinen Strom erzeugt das intelligente Haus über eine Photovoltaikanlage und ein Mikro-Blockheizkraftwerk selbst. Durch Kraft-Wärme-Kopplung wird dabei nicht nur der Strom, sondern auch die produzierte Wärme genutzt. Zudem bindet das Haus Elektrofahrzeuge als Stromspeicher und -verbraucher in das Energiemanagement ein. Bei der Preisverleihung am Freitag, 2. März, präsentiert sich das Smart Home von 10 bis 12 Uhr der interessierten Öffentlichkeit in der Engesserstraße 11 auf dem KIT-Campus Süd.



Internationale Forschergruppe untersucht Wasserkreisläufe
Wie stark beeinflusst die räumliche Organisation einer Landschaft das Zusammenspiel von Wasser-, Stoff- und Energiekreisläufen in Flusseinzugsgebieten? Mit dieser Frage beschäftigt sich die deutsch-luxemburgische Forschergruppe CAOS. In die interdisziplinäre Forschergruppe bringen Wissenschaftler vom Institut für Wasser und Gewässerentwicklung, Bereich Hydrologie des KIT unter der Leitung von Erwin Zehe ihre Expertise ein. Ein Schwerpunkt des Vorhabens liegt auf der Erforschung von schnellen Wasser- und Stoffflüssen in organisierten Fließnetzwerken, beispielsweise in von Würmern oder Mäusen gegrabenen Gängen sowie in Wurzelsystemen. Diese Fließnetzwerke steuern bei starken Niederschlägen die schnelle Umverteilung von Wasser, Sedimenten und gelösten Stoffen – die Prozesse sind bislang aber noch nicht ausreichend erforscht. Außerdem suchen die Wissenschaftler nach neuen Ansätzen, um den Einfluss der Vegetation auf die Wasserverdunstung sowie auf die Energiebilanz zu beschreiben. Beide Aspekte spielen eine Schlüsselrolle im erdgebundenen Wasser-, Stoff- und Energiehaushalt, sind jedoch noch weitgehend unverstanden und dementsprechend ungenügend in hydrologischen Modellen repräsentiert. Ziel ist es, die Phänomene und ihre die ihnen zugrunde liegenden biologischen und ökologischen Einflüsse zu verstehen. Auf der Basis ihrer Untersuchungen erstellen die Wissenschaftler verbesserte Modellkonzepte, mit denen sie den irdischen Wasser-, Energie- und Stoffhaushalt simulieren können. Die Forscher kombinieren dabei geophysikalische Methoden sowie Tracermessungen, also beispielsweise Markierungen des Grundwassers mit Fluoreszenz-Farbstoffen, die in unterschiedlicher Konzentration an Quellen oder im Gewässer wieder zutage treten, sowie von Daten aus Fernerkundung und ökologischen Untersuchungen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.caos-project.de.