deutsch  | Home | Legals | Sitemap | KIT
Portrait Monika Landgraf
Head of Corporate Communications, Chief Press Officer
Monika Landgraf

Phone: +49 721 608-47414
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail

Visitor Address:

Karlsruhe Institute of Technology

Corporate Communications

Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe

Campusplan

KIT erforscht dauerhaften Erhalt von Daten

KIT erforscht dauerhaften Erhalt von Daten
author:

 Saskia Kutscheidt, Margarete Lehné

links:
source:

 KIT-Abteilung Presse

Date: 30.06.2011

 KIT erstellt Daten-Infrastrukturen

Digitale Vernetzung und ein schneller Zugriff auf Informationen und große Datenmengen – das wird auch in den Geistes‐ und Kulturwissenschaften wie Archäologie, Geschichte, Musik-wissenschaften und Sprachwissenschaften immer wichtiger. DARIAH ist ein europäisches Strategieprojekt zum Aufbau einer digitalen Forschungsinfrastruktur für diese Fachdisziplinen, deren Forschungsgebiet Zeiträume von Jahrhunderten umfasst. Große Teile der Forschungsdaten werden als Kulturerbe angesehen: Sie müssen daher auch bei Verfall des ursprünglichen Informationsträgers langfristig bewahrt werden. Das KIT spielt in DARIAH eine zentrale Rolle und ist verantwortlich für die Speicherung und Sicherung der Daten. Am Institut für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik erforschen Wissenschaftler Methoden zum dauerhaften Erhalt und dem weltweiten Verfügbarmachen von Daten. Gespeichert werden die Daten an verschiedenen europäischen Datenzentren, von denen sich eines der größten im KIT, dem Steinbuch Centre for Computing, befindet.

 

Plasma Physics Innovation Prize 2011

Den Preis für Innovation in der Plasmaphysik (Plasma Physics Innovation Prize) erhält in diesem Jahr Manfred Thumm, Professor und Leiter des Instituts für Hochleistungsimpuls- und Mikrowellentechnik des KIT. Der Physiker erhält die Auszeichnung der Europäischen Gesellschaft für Plasmaphysik für die Entwicklung von besonders leistungsstarken Gyrotronmikrowellenröhren, die beispielsweise in Elektronenzyklotronheizsystemen eingesetzt werden: Diese speziellen Anlagen mit Heizleistungen von vielen Megawatt erhitzen beispielsweise in Fusionsreaktoren Plasmen auf Temperaturen über 100 Millionen Grad. Der Vorgang gleicht dem Erhitzen in einer Küchenmikrowelle. Bei diesem Vorgang nehmen Plasma-Elektronen die Energie der eingestrahlten elektromagnetischen Wellen auf und geben sie dann über Stöße an die Plasma-Ionen weiter. Auf dem Gebiet der Energiegewinnung durch Kernfusion ist Manfred Thumm international anerkannter Experte: Seine Forschungsgebiete sind die Entwicklung und Anwendung solcher Gyrotronröhren sowie die Übertragungs- und Messtechnik für Mikrowellen. Er ist unter anderem Mitglied im Vorstand der Fachgesellschaft Nukleare und Plasma-Wissenschaften (Nuclear and Plasma Sciences Society) des Institute of Electrical and Electronic Engineers (IEEE), einem weltweiten Berufsverband von Ingenieuren aus den Bereichen Elektrotechnik und Informatik mit Sitz in den USA.

 

Junge Talente

Über kleinste Teilchen der Materie referiert die Physikerin Jennifer Girrbach in ihrem Vortrag am Mittwoch, 6. Juli, ab 16.30 Uhr im Festsaal des Studentischen Kulturzentrums im Studentenhaus auf dem KIT-Campus Süd. Girrbach studierte Physik und Mathematik für das Lehramt und parallel dazu Physik im Diplomstudiengang am KIT. Bis 2011 promovierte sie am Institut für Theoretische Teilchenphysik des KIT in der Arbeitsgruppe von Ulrich Nierste. Seit April 2011 arbeitet die Nachwuchswissenschaftlerin am Institute of Advanced Study der Technischen Universität München. Jennifer Girrbach erhielt den Erna-Scheffler-Diplompreis für das Jahr 2009 und den Erna-Scheffler-Förderpreis 2011 für ihre Doktorarbeit. Den musikalischen Teil der Veranstaltung gestalten der bulgarische Oboist Petar Hristov sowie Noel Contreras an der Klassischen Gitarre mit ausgewählten Stücken von Paganini, Hernández und Piazzolla. Vortrag und musikalische Darbietung sind Teil der KIT-Veranstaltungsreihe „Junge Talente – Wissenschaft und Musik“.

 

Exkursion ins Europäische Parlament

Eine Exkursion zum Europäischen Parlament unternahmen Studierende des KIT unter der Leitung von Michael Decker, Professor am Institut für Technikfolgenabschätzung und Sys-temanalyse (ITAS) des KIT. Die Studierenden nahmen unter der Leitung von Parlamentsmitglied Paul Rübig an einer Sitzung des Science and Technology Options Assessment Panels (STOA) teil. STOA ist ein Organ des Europäischen Parlaments, das sich unter anderem mit dem Einfluss von Technologien auf die Gesellschaft befasst. Die Exkursion war Teil des Oberseminars „Politikberatung in Technikfragen – Formen und Wirkungen“, das im Studiengang Europäische Kultur- und Ideengeschichte angeboten wird. Als Konsortialführer des Netzwerks European Technology Assessment Group (ETAG), das Studien zur Technikfolgenabschätzung für das Europäische Parlament durchführt, hat ITAS einen Kontakt zu den Parlamentariern. Die Studierenden interessierten sich bei dem Besuch für Themen, welche die Parlamentarier in Auftrag geben und dafür, ob die Ergebnisse auch in die politische Umsetzung einfließen.

 

Tief durchatmen – Mimics Innovationspreis für KIT-Forscher

Asthma oder Bronchitis, aber auch Nebenhöhlenentzündungen oder Verengungen der Nase führen zu lästigen, teils sogar gefährlichen Beschwerden. Um den Erfolg von Medikamenten und Operationen im klinischen Alltag verlässlich bewerten zu können, hat das Zentrum für numerische Simulationen am KIT (Engineering Mathematics and Computing Lab, EMCL) ein neues Verfahren entwickelt: Mit verschiedenen Software-Paketen können die Wissenschaftler Daten aus Computertomographie-Aufnahmen so aufbereiten, dass sie die Strömung der Atemluft in der Nasenhöhle berechnen können. Ärzte können die Simulationsergebnisse dann dreidimensional aus verschiedenen Ansichten analysieren und genauere Erkenntnisse über Engstellen oder geometrische Fehlstellungen erhalten. Für dieses Verfahren hat das Team um Vincent Heuveline und Mathias J. Kraus den Mimics Innovationspreis 2011 in der Kategorie „Innovative computergestützte Techniken“ gewonnen. Die Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert, an dem Wettbewerb hatten sich 43 Teams aus 21 Ländern beteiligt.