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Weiter Horizont

Im Vorhaben Lehre hoch Forschung setzt das KIT Mittel des Bundes dafür ein, die forschungsorientierte Lehre zu stärken. Die Studios für architektonisches Denken sind eine der Maßnahmen.

Modell in der Architektur „Mit dem Bachelor-/Master-Modell sind die Freiräume im Studium geschrumpft“, weiß Professor Walter Nägeli vom Fachgebiet Bauplanung am Institut für Entwerfen, Kunst und Theorie. Dem will die Fakultät für Architektur mit den Studios für architektonisches Denken entgegenwirken: „Sie sind ein Ort für wissenschaftliches Arbeiten“. Im zweiten oder dritten Semester des Masterstudiums können sich Studierende auf ein Thema konzentrieren, zwei Drittel der ECTS-Punkte des Semesters können sie dafür erwerben. Ein Ziel: „Wir wollen damit eine akademische Kultur ausbilden“, die sich unter anderem in einer höheren Zahl an Promotionen niederschlägt. Und mehr gute Lehrende hervorbringt.

Der Anspruch der Studios sei, dass Studierende sich wissenschaftlich in ein Thema einarbeiteten und spezialisierten. Das trage auch dazu bei, dass das Architektur-Studium am KIT sich unterscheide von dem anderer Hochschulen: „Es weitet den Horizont und ist thematisch breit – von der Geschichte über die Psychologie zur Planung und Technik.“

Training für die Masterarbeit

Alle vier Institute der Fakultät wollen den Studierenden auf diese Weise die Forschung nahebringen: Sie bieten Seminare an, in denen die Studierenden das wissenschaftliche Arbeiten lernen und Thematiken diskutieren, von denen sie möglicherweise noch nichts gehört haben. „Dann schwärmen sie aus“. Sie sollen selbst entdecken, was sie interessiert. Denkbar sind Themen aus Feldern wie Gebäudetechnik oder Denkmalpflege, aber auch Physik, sofern sich daran relevante architektonische Fragestellungen knüpfen lassen.

Etwa die Hälfte der Zeit nimmt die wissenschaftliche Vorarbeit in Anspruch, dann machen sich die Studierenden an den Entwurf – die Studios sollen ihnen dafür Arbeitsplätze bieten, wo sie sich mit Kommilitoninnen und Kommilitonen, aber auch den Lehrenden austauschen können. Ihre Arbeit setzen sie auch in einen Text um – „damit trainieren sie für die Masterarbeit“.

ele, 9.10.15