Home | Impressum | Sitemap | KIT

„Das kann uns alle beflügeln“

Bis 2025 will das KIT einer der attraktivsten Studienorte Europas werden. Dieses und weitere Ziele hat sich der Strategieprozess „KIT 2025“ auf die Fahnen geschrieben. Nun befindet er sich auf der Zielgeraden. Für clicKIT zieht Projektverantwortlicher Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka eine erste Bilanz. 


Herr Professor Hanselka, seit einem Jahr entwickeln Sie gemeinsam mit Ihren Kollegen im Präsidium eine Strategie für das KIT mit Perspektive auf das Jahr 2025. Wo steht KIT 2025 heute? 

Holger Hanselka: Wir sind schon relativ weit gekommen: Nach einer Bestandsaufnahme der bestehenden Strategiepapiere im Sommer 2014 – etwa des Leitbilds Studium und Lehre – haben wir in sieben Handlungsfeldern über 100 Thesen entwickelt, die die Ausrichtung des KIT im Jahr 2025 beschreiben. Zu den Handlungsfeldern zählen unter anderem „Forschung“, „Lehre“ und „Wissenschaftlicher Nachwuchs“. Sämtliche Thesen haben wir in den Projektteams diskutiert und dann Ende letzten Jahres zu fünf zentralen Botschaften verdichtet. Das war unsere Basis für die Ausarbeitung von Zielen, die wir mit dem KIT bis 2025 erreichen wollen. 

 

Und was steht zur Zeit an? 

Hanselka: Zur Zeit befinden wir uns in einer Phase intensiver Abstimmung mit Senat und Aufsichtsrat. Dort wirbt das Präsidium um Zustimmung und Unterstützung für die Dachstrategie. Parallel dazu entwickeln wir eine Reihe von Maßnahmen zur Erreichung der 2025-Ziele. 

 

Sie haben die Projektteams angesprochen. Wer hat denn da alles mitgewirkt? 

Hanselka: Im Sounding Board des Projekts waren rund 40 leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Wissenschaft und Verwaltung sowie zwei Studierende vertreten. Dann gab es noch die Teams der fünf Bereiche. Die waren mit jeweils 20 bis 25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie zwei Studierenden besetzt. In mehr als 20 Workshops haben wir offen und vertrauensvoll miteinander diskutiert und Hunderte wertvoller Rückmeldungen erhalten. Das war enorm aufwendig, aber auch enorm wichtig für das Gelingen des Projekts. 


Sie selbst treiben den KIT 2025-Prozess, zusätzlich zu Ihrem „normalen“ Arbeitspensum, mit hohem persönlichen Arbeitseinsatz voran. Was motiviert Sie, diese Anstrengung auf sich zu nehmen? 

Hanselka: Letztlich das enorme Potenzial des KIT – das unausgeschöpft bleibt, solange kein einheitlicher Ordnungs- und Handlungsrahmen existiert. Mit KIT 2025 schaffen ich und meine Präsidiumskollegen diesen Rahmen. Nicht zufällig ist die Entwicklung einer Dachstrategie auch das zentrale Element jenes 10-Punkte-Plans, mit dem ich vor knapp zwei Jahren hier angetreten bin. Und was die persönliche Arbeitsbelastung betrifft (lacht) – als Ingenieur bin ich sozusagen darauf geeicht, dass man sich dauerhaft reinhängen muss, wenn etwas Gutes und Solides entstehen soll. 

 

Was hat Sie im zurückliegenden „2025-Jahr“ besonders beeindruckt? 

Hanselka: Eigentlich hat mich gleich dreierlei beeindruckt: zum einen das Engagement, der Scharfsinn und die Ernsthaftigkeit, mit der die Mitglieder der Projektteams den Strategieprozess angenommen haben. Zum anderen die besonders vertrauensvolle und konstruktive Arbeitsatmosphäre innerhalb des Präsidiums sowie im Austausch mit den Bereichsleitern. Und schließlich finde ich es faszinierend, wie sich unser über die KIT-Welt ausgebreitetes strategisches Puzzle in den letzten Monaten zu einem, wie ich finde, stimmigen Gesamtbild gefügt hat. 

 

Wann lernen die KIT-Studierenden die neue Strategie im Detail kennen? 

Hanselka: Nun, die wechselnden Arbeitsstände von KIT 2025 kennen die Studierenden ja bereits über ihre Mitwirkung in den Projektteams sowie über ihre Vertreter im Senat. In einem zweiten Schritt werden wir noch in diesem Monat den kompletten Foliensatz der 2025-Ziele und -Teilziele im Intranet veröffentlichen. Jeder KIT-Angehörige kann sich das dann in Ruhe anschauen und uns bei Bedarf auch online dazu befragen. Das finale Strategiepapier schließlich – die ausformulierte Dachstrategie – werden wir im November veröffentlichen – nach den abschließenden Befassungen des Senats und des Aufsichtsrates. 

 

Ab 2016 sollen die mit der Strategie verbundenen Maßnahmen umgesetzt werden. Welchen Nutzen sehen Sie für KIT-Studierende? 

Hanselka: Mittelfristig, das heißt nach ein bis drei Jahren, sehe ich all die Vorteile, die zum Beispiel einhergehen mit einem Studiengang-Portfolio, das unsere Forschungsstärke voll integriert, oder mit einer verbesserten Wahrnehmbarkeit des KIT als Universität. Jeder Einzelne, ob Student oder Mitarbeiter, wird davon profitieren. Mit ist bewusst, dass die neue Strategie für die meisten Studierenden zunächst mal nur ein sprödes Dokument ist. Doch das, worauf KIT 2025 hinauswill, ist etwas sehr Vitales, etwas, das uns alle beflügeln kann: der Geist einer gemeinsamen, erfolgreichen Institution. 

(Interview: KIT 2025-Projektteam)