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Frauen in Maschinenbau und Elektrotechnik - ein Gespräch

Was können KIT und Gesellschaft tun, damit mehr Frauen den Weg in technische Studiengänge und Berufe finden? Darüber hat Professor Dr. Joachim Knebel mit den Doktorandinnen Meike Braun und Stephanie Friederich gesprochen. Klaus Rümmele hat mitdiskutiert.

 

Meike Braun empfand es als gutes Omen, dass in Karlsruhe die Sonne schien, als sie sich die Universität anschaute - "in allen anderen Städten hat es geregnet". 2006 nahm sie das Studium des Maschinenbaus auf, 2011 schloss sie es ab. Seither promoviert sie am Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL). Anschließend will sie am IFL bleiben und ihre Forschungsgruppe erweitern. Danach kann sie sich vorstellen, in die Industrie zu wechseln - oder ihre eigene Firma zu gründen. Am KIT ist sie auch in Gremien aktiv - unter anderem wirkte sie in einer Arbeitsgruppe mit, die aus den Ergebnissen der Doktorandenbefragung am KIT Maßnahmen ableitete.

Stephanie Friederich schloss ihr Studium der Elektrotechnik 2010 ab und begann direkt danach mit ihrer Promotion am Institut für Technik der Informationsverarabeitung (ITIV). Wichtig findet sie, dass das KIT mehr Studiengänge in englischer Sprache anbietet - "so kann man Länder, in denen mehr Frauen technische Fächer wählen, besser ansprechen.“ Und sie wünscht sich, dass junge Frauen mit Interesse an Technik früh gefördert werden – und nicht erst, wenn sie schon Ingenieurin sind: „Sonst hat es den Beigeschmack, dass man Sachen nur bekommt, weil man eine Frau ist.“

Professor Dr. Joachim Knebel ist Bereichsleiter III - Maschinenbau und Elektrotechnik am KIT. Er interessierte sich früh für große technische Anlagen – ein Praktikum während der Schulzeit gab schließlich den Ausschlag, in den Maschinenbau zu gehen. Die Herausforderung, Beruf und Familie zu vereinbaren, dürfe kein Grund für Frauen sein, auf eine Karriere als Ingenieurin zu verzichten: „Es gibt genug Beispiele dafür, dass Männer und Frauen in Elternzeit gegangen und wieder zurückgekommen sind – es funktioniert, man muss es nur wollen und richtig planen“.

Dr. Klaus Rümmele leitet in der DE Presse, Kommunikation und Marketing die Abteilung "Crossmedia und Marketing".