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Unterricht auf der Probe

Die KIT-Fakultät für Mathematik treibt die Integration ihres Schülerlabors in die Lehrerbildung voran. Mit  Mitteln des Bundesmoinisteriums für Bildung und Forschung für das Projekt Lehre hoch Forschung am KIT hat die KIT-Fakultät das Angebot verdoppelt. Klaus Rümmele hat es sich angesehen. 


Dazu gehören neben zwei Vorlesungen drei Seminare, in der die angehenden Lehrerinnen und Lehrer praktische Erfahrungen sammeln können – zum Beispiel in der Arbeit mit verschiedenen Altersstufen. In allen Fachdidaktikseminaren können die Studierenden früh im Studium Unterrichtselemente für eine Schulklasse gestalten – „so stellen sie ihre Methoden gleich in einer echten Lehrsituation auf die Probe“, erklärt Ingrid Lenhardt von der Abteilung für Didaktik der Mathematik. 

Im Seminar "Projektorientierter Unterricht" arbeiten die Studierenden ein Thema aus und bereiten es als Workshop für den Unterricht vor – den sie dann vor einer Klasse halten. Anschließend wird die Leistung der Studierenden gemeinsam reflektiert: „Das ist wie ein Unterrichtsbesuch, eine erste Vorbereitung auf das Referendariat und den Schuldienst“, so Ernestina Dittrich. 

Das praxisorientierte Seminar zum Thema "Lernstationen" dreht sich wieder um einige der 80 Experimente des Labors: Die Studierenden beleuchten die Theorie, auf der ein Versuch gründet, und simulieren den Einsatz im Unterricht, indem sie zum Beispiel ein Arbeitsblatt zur Lernkontrolle erstellen.

Zudem stehen die Studierenden für die Möglichkeit Schlange, mit hochbegabten Schülerinnen und Schülern zu arbeiten: 20 „Mathe-Kids“ (7. und 8. Klasse) oder 15 „Mathe-Profis“ (9. und 10. Klasse) bearbeiten mathematische Themen, Lehrkräfte von Schulen betreuen sie. Acht Studierende je Semester helfen vor Ort mit. Sie pendeln zwischen Seminarraum und Labor, zwischen praxisorientiertem Unterricht mit entdeckendem Lernen und theoretischer Fachdidaktik. „Dabei lernen die Studierenden früh das hohe Niveau der Begabten kennen, das sie sehr fordert“, so Klaus Spitzmüller.