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German Studies und Country

Ein Auslandssemester ist für viele Studierende die optimale Möglichkeit, während ihres Studiums noch einmal ihre Sprachkenntnisse aufzumöbeln und gleichzeitig eine neue Kultur kennenzulernen. Unsere Autorin Lisa Merkel studiert gerade für 9 Monate an der University of Tennessee in Knoxville im Rahmen eines Partnerprogramms zwischen dem KIT und der dortigen amerikanischen Uni.


Das Partnerprogramm der Universitäten besteht für den Studiengang Germanistik und ist für Studierende gedacht, die bereits einen Bachelorabschluss haben. Das Programm dauert zwei amerikanische Semester und beginnt immer im „Fall“-Semester eines Jahres im August. Es endet entsprechend nach dem „Spring“-Semester im Mai. Im Masterstudiengang Germanistik am KIT kann man sich für verschiedene Schwerpunkte spezialisieren, so zum Beispiel für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Linguistik oder Mediävistik. In Knoxville, TN, wiederum heißt der Studiengang zwar nur „German Studies“, jedoch kann man seine eigenen Seminare wählen, die ähnlich zu den Karlsruher Schwerpunkten gestaltet sind, und wenn man möchte, sogar eine amerikanische Masterthesis schreiben. Teil des Programms ist auch, amerikanische Studierende im zweiten Semester in Deutsch zu unterrichten. Im ersten, also im „Fall“-Semester, hilft man als Teaching Assistant im Deutschunterricht mit, korrigiert Hausaufgaben und macht Übungen mit den Studierenden gemeinsam mit einem Lehrer-Mentor in der Klasse.

Knoxville ist eine mittelgroße amerikanische Stadt und liegt im sonnigen Staat Tennessee in den USA. Sie hatte laut Wikipedia im Jahr 2013 geschätzte 183.270 Einwohner und ist Sitz einer sehr großen Universität, an der man nahezu alle Fächer studieren kann. Außerdem befindet sich auf dem Campus das sechstgrößte Footballstadion der Welt, das Neyland Stadium. Die Football-Kultur ist sehr hoch angesehen und die Fans des College-Teams sind stolze Träger und Trägerinnen der Team- und Universitätsfarben orange und weiß. 

Das Klima ist sehr angenehm, der Sommer dauert länger und die Winter in Knoxville sind mild. Geographisch liegt Knoxville ungefähr auf der Höhe von Madrid. Außerdem ist der Great Smoky Mountains National Park nur eine Autostunde von der Stadt entfernt, dieser ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel von Amerikanern und ein Geheimtipp für ausländische Touristen, die meist nur die größeren Nationalparks im Westen der USA kennen. Die Nähe zum Gebirge und zum Nationalpark merkt man auch schon in der Stadt, die auf einen recht hügeligen Untergrund gebaut ist. Der Tennessee River fließt direkt am Campus vorbei und es gibt wunderschöne Wanderwege im direkten Umfeld. Was das Nachtleben angeht, finden sich in Knoxville ausreichend Pubs und Country-Bars für Feierfreudige. Zum typischen Line-Dancer-Outfit gehört dort ein Paar Cowboystiefel oder zumindest ein kariertes Hemd. Es gibt unzählige Restaurants, von frittierten Leckereien bis hin zu mexikanischen Spezialitäten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Für Germanistikstudierende, die schon immer einmal die amerikanische Kultur persönlich erkunden wollten, ist das Programm an der University of Tennessee in Knoxville genau das Richtige.

Persönlich habe ich die Bewohner von Tennessee und Georgia als sehr hilfsbereit, herzlich, weltoffen und humorvoll erlebt. Auch die internationalen Studierenden haben eine lebhafte Gemeinschaft auf dem Campus und es gibt einen „German Club“ an der Universität, in dem man reisefreudige amerikanische Deutschlandbegeisterte treffen kann. Zu meinen schönsten Erlebnissen zählen bisher zahlreiche Abende in Country-Bars mit Freunden, meine Reise nach Atlanta und auch, dass ich eines meiner persönlichen Traumthemen als Masterthesis wählen durfte. Selbstverständlich ist es auch immer wieder schön, wenn man merkt, dass man auf Englisch gedacht oder geträumt hat und sich die Sprachfähigkeit von Woche zu Woche verbessert. Das ist wirklich ein tolles Gefühl, macht Spaß und Lust auf weiteren Aufenthalt in den Staaten. 

Weitere Informationen unter http://www.utk.edu/