Home | Impressum | Sitemap | KIT

Lehrqualitätsindex

 

Der LQI wurde im Mai 2015 in der Senatskommission für Studium und Lehre geändert. Die folgende Darstellung gilt daher ab Sommersemester 2015.

Bei der Berechnung des Lehrqualitätsindex (LQI) wird eine integrierte Auswertungsfunktion von der Software EVASYS genutzt. Der LQI wird aus den Mittelwerten von sechs intervallskalierten, unterschiedlich gewichteten Kernfragen berechnet. Als „Kernfragen“ werden die Fragen bezeichnet, die gemäß der Evaluationsordnung für Lehre, Studium und Weiterbildung des KIT, § 5, Abs. 2, Satz 1 obligatorisch für alle Fragebögen vorgegeben sind, um eine fakultätsübergreifende Vergleichbarkeit bei den Ergebnissen herstellen zu können.

 

Tabelle 1:

 

Die Studierenden bewerten mit dem LQI die Erfüllung ihrer individuellen Lernbedürfnisse durch die Einzelveranstaltung. Je mehr es in einer Lehrveranstaltung gelingt, die naturgemäß unterschiedlichen Lernbedürfnisse der Studierenden zu erfüllen, desto höher ist auch die allgemeine Qualität dieser Lehrveranstaltung aus der Sicht aller teilnehmenden Studierenden. Der Lehrqualitätsindex ist folglich ein Maß, das die Lernbedürfnisse der Studierenden in den Kern der Qualitätsbetrachtung von Studium und Lehre rückt. Das Verfahren des LQI trägt damit dem im Bologna-Prozess geforderten Paradigmenwechsel Rechnung, dem zufolge die Hochschulen in erster Linie als „lernorientierte“ und weniger als „lehrorientierte“ Bildungseinrichtungen auszugestalten sind. Alle Fragen müssen für die Berechnung intervallskaliert und die Richtung der Merkmalsausprägung sowie die Anzahl der Skalenpunkte gleich sein. Am KIT wurde für alle Fragen eine 5er-Intervallskala festgelegt. Die positive Merkmalsausprägung liegt bei allen Fragen bei 1, die negative bei 5.

Zur Berechnung des LQI werden auf der 5er-Skala ein oberer und ein unterer Schwellenwert bestimmt. Dadurch wird die Skala in drei Intervalle aufgeteilt. Der untere Schwellenwert entspricht dabei gewissermaßen einem für alle Lehrveranstaltungen einheitlichen „Mindestqualitätsstandard“, d.h. es muss bei jeder der 6 Einzelfragen (Tab. 1) mindestens der untere Schwellenwert erreicht werden, damit die Lehrveranstaltung einen LQI von „100“ erhält. Am KIT wurde der untere Schwellenwert bei 2,5 und der obere Schwellenwert bei 3,5 festgelegt. Daraus ergeben sich auf der Intervallskale folgende 3 Intervalle:


• von 1 bis kleiner 2.5
• 2.5 bis kleiner 3.5
• 3.5 bis 5


Der LQI einer Einzelveranstaltung wird aus den Mittelwerten der 6 „LQI“- Fragen mit der in Tabelle 1 dargestellten Gewichtung berechnet. Allen Mittelwerten im ersten Intervall (1 < 2,5) wird immer ein LQI von „100“ zugeordnet. Im zweiten Intervall (≥ 2,5 < 3,5) nimmt der LQI linear zum erreichten Mittelwert von „100“ bis „0“ ab. Allen übrigen Mittelwerten im dritten Intervall (≥ 3,5 ≤ 5) wird immer ein LQI von “0“ zugeordnet (vgl. Abbildung). 


 

 

 

In der Auswertung ihrer Lehrveranstaltungsbewertung erkennen die Lehrenden die 6 LQI-Fragen an einer kleinen Ampel neben der Grafik mit den Ergebnissen der Frage. Je nachdem, in welchem der drei Intervalle der jeweilige Mittelwert einer Frage liegt, ändert sich die Farbe der Ampel. Liegt der Mittelwert zwischen 1 < 2.5, ist die Ampel grün. Liegt der Mittelwert zwischen 2.5 < 3.5, ist die Ampel gelb und bei einem Mittelwert ab 3.5 wird die Ampel rot: