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Folge10: Die Äonen-Herausforderung: Forschung zur Nuklearen Entsorgung

Folge10: Die Äonen-Herausforderung: Forschung zur Nuklearen Entsorgung
Autor:

Almut Ochsmann

Datum: 03.11.2017


Folge 10: Die Äonen-Herausforderung: Forschung zur Nuklearen Entsorgung

Zwischenlager am KIT
Endlager wanted: In Zwischenlagern wie auf dem Campus Nord des Karlsruher Instituts für Technologie warten atomare Abfälle auf ihre endgültige Verbringung (Bild: KIT)
Roboter für den Rückbau kerntechnischer Anlagen
Sicherheitsabstand: Beim Rückbau kerntechnischer Bauwerke übernimmt ein mit Lasern ausgestatteter Roboter den Abtrag kontaminierter Oberflächen sowie die anschließende Freimessung (Bild: KIT)
Glasschmelze
Heissschmelzende Verfestigung: Mit der am ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe entwickelten Verglasungstechnologie kann hochradioaktiver flüssiger Abfall bei bis 1200 Grad Celsius mit Glas verbunden und in Stahlbehältern fixiert werden (Bild: KIT)

Unter dem Eindruck der Nuklearkatastrophe von Fukushima fiel 2011 in Deutschland die Entscheidung für einen beschleunigten Ausstieg aus der zivilen Nutzung der Kernenergie. In dieser Anfangsphase der Energiewende wurde auch die Suche nach einem Endlager für langlebige, wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle auf eine neue Grundlage gestellt: Nach jahrzehntelangem Streit um den niedersächsischen Standort Gorleben trat 2014 das „Standortauswahlgesetz” mit dem Ansatz einer „weißen Landkarte” in Kraft. Mit zwei führenden Protagonisten des bis 2031 angesetzten Auswahlprozesses sprechen wir über die extrem komplexe Suche nach jener unterirdischen Stätte, in der einst die hoch radioaktiven Hinterlassenschaften der deutschen Kernkraftwerke für hunderttausende Jahre sicher gelagert werden sollen.

Dass nukleare Entsorgung sich in Fragen der Endlagerung nicht erschöpft, demonstrieren zwei weitere Wissenschaftler, die den Rückbau kerntechnischer Anlagen respektive den Einschluss hoch radioaktiver Flüssigabfälle in Glas voranbringen.

Autor: Almut Ochsmann ist Autorin von Beiträgen, Sendungen und Features für den Hörfunk. Sie arbeitet außerdem als Redakteurin und Musikwissenschaftlerin.

Sprecher: Almut Ochsmann, Moritz Chelius
Veröffentlichungsdatum: 2.11.2017
Dauer: 31.54 Minuten

 

Unsere Gesprächspartner

Prof. Dr. Horst Geckeis  lehrt Radiochemie am Karlsruher Institut für Technologie und leitet das dortige Institut für Nukleare Entsorgung. Im KIT-Zentrum Energie ist er stellvertretender Sprecher für das Thema „Kernenergie und Sicherheit“. Prof. Geckeis ist Mitglied des Endlagerausschusses der Entsorgungskommission (ESK) sowie Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Endlagerforschung (DAEF).

Prof. Dr. Armin Grunwald lehrt Technikphilosophie und Technikethik am KIT. Er leitet das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse sowie das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag. Darüber hinaus ist er Sprecher des KIT-Zentrums „Mensch und Technik“  und des Programms „Technology, Innovation and Society“ der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Prof. Grunwald ist Mitglied im Nationalen Begleitgremium für die Endlager-Suche; bis Juli 2016 wirkte er zudem in der Expertenkommission „Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe“ des Deutschen Bundestages mit.

Dr. Martin Brandauer ist Ingenieur und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich „Rückbau konventioneller und kerntechnischer Bauwerke“ des Instituts für Technologie und Management im Baubetrieb des KIT.

Dr. Günther Roth ist Ingenieur und ehemaliger Leiter der Abteilung Verfahrenstechnik am Institut für Nukleare Entsorgung. Über 35 Jahre hat er an der Entwicklung von Technologien zur Verglasung hochradioaktiver Flüssigabfälle  im Rahmen nationaler und internationaler Projekte mitgewirkt.

 

Video zum Download

Hartes Geschäft: Ein Video aus dem Institut für Technologie und Management im Baubetrieb des KIT zeigt den definierten Abtrag hochbewehrter Stahlbetonstrukturen.